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Börsenstart für VOSS Energy Anleihe – Platzierung geht weiter
Die VOSS Energy Anleihe 2025/2030 der VOSS Beteiligung GmbH ist nun an der Börse Frankfurt notiert. Seit dem Emissionsstart im März diesen Jahres wurden bislang 5,44 Millionen Euro des Anleihevolumens von bis zu 10 Millionen Euro platziert (Stand: 23.10.2025). Anlegerinnen und Anleger können die Schuldverschreibungen weiterhin ab 1.000 Euro zeichnen.
Die Anleihe hat einen Zins von 7,0 Prozent pro Jahr und eine Laufzeit bis Ende Mai 2030. Die Anleiheemittentin VOSS Beteiligung GmbH finanziert insbesondere Windkraft- und Solarprojekte, die innerhalb der VOSS-Gruppe entwickelt und errichtet werden.
Warum bislang Schwerpunkt auf Umspannwerken?
Ein Schwerpunkt des bisherigen Mitteleinsatzes lag auf der Errichtung neuer Umspannwerke. So wird nach VOSS-Angaben mit dem Anleihekapital das Umspannwerk Groß Pankow errichtet, über das zukünftig der Strom des brandenburgischen Windparks Reckenthin-Mitte mit sieben Nordex-Windenergieanlagen eingespeist werden soll. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen. Ebenso wurde die Entwicklung des Umspannwerks Schmarsow finanziert, das eine zentrale Rolle bei der Netzanbindung des geplanten Windparks Rollwitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg -Vorpommern spielen soll. Dort sind den Angaben nach fünf Windenergieanlagen des Typs Nordex N163 geplant, die ab 2027 ans Netz gehen sollen.
Der aktuelle Fokus der Anleihemittel auf Netzinfrastruktur folgt laut VOSS einer klaren strategischen Logik: Der Ausbau der Umspannwerke sei derzeit der zentrale Flaschenhals für Projektrealisierungen. Während Flächenakquise und Genehmigungsverfahren nach Angaben des Unternehmens planmäßig voranschreiten, verzögern fehlende Netzanbindungspunkte den Hochlauf vieler Erneuerbare-Energien-Projekte. Durch eigene Investitionen beseitige die VOSS-Gruppe diesen Engpass und schaffe die Grundlage für eine schnellere Umsetzung sowie eine langfristig gesicherte regionale Einspeisekapazität.
Beteiligung an neuem Windpark – Emittentin erhöht Eigenbestand
Neben den Umspannwerk-Investitionen hat die VOSS-Gruppe laut Unternehmensmeldung vom 23.10.2025 eine Beteiligung an der Werder Wind & Wärme GmbH erworben und hält nun 24,7 Prozent der Unternehmensanteile. Die Gesellschaft betreibt den Angaben nach seit diesem Jahr fünf Windkraftanlagen im Windpark Werder-Lübz mit einer Gesamtleistung von 39,9 MW. Damit konnte die eigene Erzeugungskapazität der VOSS Beteiligung GmbH um 9,9 MW auf nun insgesamt 60,9 MW gesteigert werden.
Die VOSS-Gruppe hat zudem nach eigenen Angaben im Juli 2025 Anteile an der Cottbuser Grow Energy GmbH erworben, die aktuell Wind- und Photovoltaikprojekte entwickle. Die VOSS GmbH, die Muttergesellschaft der Emittentin, halte dort nunmehr 50 Prozent der Geschäftsanteile. Ziel dieser Partnerschaft sei der gezielte Ausbau der Projektentwicklungspipeline, wofür laut VOSS bereits Mittel aus der Anleihe eingesetzt werden.
Auch Entwicklung von Batteriespeicherprojekten
Die Mittel aus der Anleihe sollen nach Angaben der Emittentin in weitere Umspannwerksprojekte, den Ausbau von Wind- und Photovoltaikvorhaben sowie die Entwicklung von Batteriespeicherprojekten investiert werden. Gleichzeitig diene die Finanzierung dem schrittweisen Ausbau des Eigenbestands.
An der Börse Frankfurt notiert die VOSS Energy Anleihe 2025/2030 (ISIN: DE000A4DE9R7) derzeit bei 98,0 Prozent des Nennwertes (Stand: 24.10.2025, Stand: 9:57 Uhr).
Ausführliche ECOreporter-Analyse der Anleihe
Welche Verbindungen bestehen zu Nordex? In welche Bereiche außerhalb der Erneuerbaren Energien sind die VOSS-Gruppe und die Emittentin auch investiert? Inwiefern ist der Name der Anleihe missverständlich? Warum ist es keine Überraschung, dass der Jahresüberschuss der Emittentin für das Geschäftsjahr 2024 (rund 0,6 Millionen Euro) deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel? Welche Stärken und Schwächen hat das Anleiheangebot?