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Ballard Power: Wasserstoffunternehmen tauscht langjährigen Chef aus
Der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power bekommt ab Juli einen neuen Chef. Das Unternehmen schreibt weiterhin Verluste und sucht nach frischen Impulsen.
Wie Ballard Power erklärte, wird der seit elf Jahren amtierende CEO Randy MacEwen zurücktreten, ab 7. Juli übernimmt der Manager Marty Neese die Position. MacEwen soll noch bis 30. September in beratender Funktion zur Verfügung stehen. Neese ist aktuell Chef des US-Wasserstoffunternehmens Verdagy.
Verlust höher als Umsatz
"Angesichts der sich wandelnden Branchendynamik, einschließlich der Fokussierung auf Produktkostensenkungen, ist es der richtige Zeitpunkt für einen neuen Leiter mit einem starken operativen Hintergrund, um Ballard in die Zukunft zu führen", erklärte MacEwen. Neese verfüge "über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Produktstandards, Kostenreduzierung, Serienfertigung und Bruttomargenoptimierung", wie Ballard Power in einer Presseerklärung ergänzte.
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Bei Ballard Power laufen die Geschäfte miserabel. Im ersten Quartal 2025 war der Umsatz zwar um 6 Prozent auf 15,4 Millionen US-Dollar gestiegen. Der Nettoverlust konnte zudem fast halbiert werden. Das Minus lag mit 21 Millionen Dollar aber höher als der Umsatz. Auch operativ blieb man in den roten Zahlen.
Wegen der schwachen Nachfrage hat Ballard Power Ende 2024 eine drastische Restrukturierung angekündigt. Das Unternehmen will seine Kosten um 30 Prozent senken – in den ersten drei Monaten des Jahres gelang das auch. Dass man der Gewinnzone trotzdem nicht nennenswert näher kommt, zeigt, dass Einsparungen allein den Konzern nicht zum Erfolg führen werden.
Die Ballard Power-Aktie verlor am gestrigen Dienstag rund 12 Prozent – das dürfte auch mit den Plänen der US-Regierung zu tun haben, Förderungen im Bereich Erneuerbare Energien zu kürzen. ECOreporter berichtete hier. Die Wasserstoff-Förderung ist zwar vorerst nicht von den Plänen berührt, allerdings verschlechtert sich das Umfeld für saubere Energie in den Vereinigten Staaten damit einmal mehr.
Die US-Politik macht pessimistisch
Aktuell kostet die Ballard Power-Aktie im Tradegate-Handel zum Vortag unverändert 1,36 Euro (Stand: 18.6.2025, 11:08 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 10,7 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 46,5 Prozent an Wert eingebüßt.
Seit April erlebt die Aktie einen leichten Aufschwung, auf fünf Jahre gesehen büßte der Kurs aber 88 Prozent ein. Noch im März gab das Unternehmen selbst zu, dass sich das Hochlaufen der Wasserstoffwirtschaft um Jahre verzögern wird. ECOreporter rät weiterhin vom Einstieg in die Ballard Power-Aktie ab. Für eine echte Trendwende spricht aktuell wenig – auch wegen der US-Politik.
Ballard Power Systems: ISIN CA0585861085 / WKN A0RENB
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