Deutschlandzentrale der SEB in Frankfurt. Die Aktie der Bank ist in den letzten Jahren gut gelaufen. / Foto: SEB

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Bankaktie SEB: 7,2 % Dividendenrendite – jetzt einsteigen?

Die schwedische Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) hat 2024 respektable Gewinne erzielt und will wie schon im Vorjahr eine hohe Dividende ausschütten. Wie aussichtsreich ist die ECOreporter-Favoriten-Aktie?

Die SEB erzielte im letzten Jahr einen operativen Umsatz von 81,9 Milliarden Schwedischen Kronen (7,1 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 2 Prozent zum Vorjahr. Der Nettogewinn sank wegen deutlich gestiegener Kosten um 6 Prozent auf 35,9 Milliarden Kronen (3,1 Milliarden Euro). Die für Banken wichtige harte Kernkapitalquote (CET-1) lag Ende Dezember bei soliden 17,6 Prozent. Mit nennenswerten Kreditverlusten rechnet die SEB derzeit nicht.

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2025 kalkuliert das Institut mit einem weiteren Anstieg der operativen Kosten von 31 auf 33 Milliarden Kronen (2,9 Milliarden Euro), unter anderem wegen Investitionsprogrammen in den Bereichen Technik, Vermögensverwaltung und Privatkundengeschäft. Trotzdem will die SEB in den nächsten zwölf Monaten für bis zu 10 Milliarden Kronen (870 Millionen Euro) eigene Aktien zurückkaufen und für das Geschäftsjahr 2024 wie 2023 eine Gesamtdividende von 11,50 Kronen (1,00 Euro) je Aktie ausschütten. Das entspricht auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von hohen 7,2 Prozent.

Weil Marktbeobachter mit mehr Gewinn und einem noch attraktiveren Dividendenvorschlag gerechnet hatten, notiert die SEB-Aktie heute im Tradegate-Handel 4 Prozent im Minus zum Vortag bei 13,80 Euro (Stand 29.1.2025, 10:18 Uhr). Seit März 2022 ist der Kurs überwiegend gestiegen. Im Jahresvergleich hat er 7 Prozent zugelegt, auf fünf Jahre gesehen liegt er 63 Prozent im Plus.

Welche Rolle spielte die Bank im Cum-Ex-Skandal?

Die SEB erzielt solide Gewinne, ist robust finanziert und zahlt hohe Dividenden. Die Aktie ist auch nicht teuer, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2025 bei 11, für 2026 bei 10. Aus finanzieller Sicht spricht nichts gegen einen Einstieg.

Was nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern Bauchschmerzen bereiten kann: Im Dezember 2021 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Köln die Frankfurter Deutschlandzentrale der SEB wegen möglicher Verwicklungen in illegale Cum-Ex-Geschäfte. Das Finanzamt Frankfurt fordert nach einem damaligen Bericht des "Handelsblatts" von der Bank eine Steuernachzahlung in Höhe von insgesamt 936 Millionen Euro, zuzüglich Zinsen. Im Februar 2022 erfolgte dann eine Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Frankfurt – mit der Absicht, Beweise für ein Steuerstrafverfahren gegen die SEB zu finden. PwC hat Bilanzen der SEB geprüft. Seitdem ist es ruhig geworden um den Fall, die Ermittlungen dauern an.

ECOreporter wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen und die SEB systematisch Steuerbetrug begangen haben, wird die Redaktion die Aktie möglicherweise aus ihrer Favoriten-Liste entfernen.

Die SEB ist aktuell eine ECOreporter-Favoriten-Aktie in der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Porträt der Bank finden Sie hier.

Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei welchen Favoriten-Aktien sich der Einstieg jetzt lohnen kann.

SEB AB A: ISIN SE0000148884 / WKN 859768

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