Blick unter die Haube: Sind Batterieaktien wie Panasonic, EnerSys oder RecycLiCo ein gutes nachhaltiges Investment? / Foto: imago images

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Batterien für Elektroautos: Welche Aktien sind jetzt attraktiv?

Bei Elektromobilität stehen nicht nur Autobauer im Fokus, sondern auch die Produzenten der Akkus, die Fahrzeuge antreiben. ECOreporter hat sich die Branche angeschaut und geprüft, ob es an der Börse nachhaltige Batterie-Unternehmen gibt, bei denen sich ein Aktienkauf lohnen kann.

Die Batterie ist die teuerste Komponente eines Elektroautos – und auch die wichtigste. Sie bestimmt den Preis des Fahrzeugs, die Leistung und die Reichweite. Zuletzt warnte der Beratungskonzern Deloitte, dass Europa bei der Herstellung der Akkus von China abgehängt wird.

Die Volksrepublik produzierte nach Analysen der Berater im vergangenen Jahr 70 Prozent aller Elektroauto-Batterien weltweit. Aus europäischen Fabriken hingegen stammten lediglich 13 Prozent – und dabei handelte es sich fast ausschließlich um die örtlichen Werke chinesischer und südkoreanischer Hersteller.

Deloitte sieht laut der Studie "Versorgungssicherheit und technologische Souveränität" die EU in Gefahr, sollte diese die Batterieproduktion nicht ausbauen. Den Experten zufolge müsste der europäische Weltmarktanteil bei mindestens 40 Prozent liegen, um nicht in eine gefährliche Abhängigkeit gegenüber den asiatischen Herstellern zu geraten. Dafür seien staatliche Fördermittel in Milliardenhöhe notwendig.

Wenig Optionen für Investoren

Auch für Anlegerinnen und Anleger ist die Lage schwierig. Nicht nur stammen sechs der zehn größten Batteriehersteller der Welt aus China, was nicht nur bei ECOreporter für Nachhaltigkeitsbedenken sorgt. Die meisten chinesischen Aktiengesellschaften, darunter auch der weltgrößte Produzent CATL, sind zudem für Investoren an deutschen Handelsplätzen nicht zugänglich. Und die europäischen Hersteller wie Power Co, Verkor und ACC sind gar nicht börsennotiert.

Letztlich hat sich ECOreporter vier Unternehmen näher angeschaut:

  • Panasonic
  • EnerSys
  • Samsung SDI
  • RecycLiCo

Ein weiterer Sonderfall sind Autohersteller, die auch Batterien produzieren. Eine Einschätzung beispielsweise zu BYD aus China – nicht nur ein Autoriese, sondern hinter CATL auch der zweitgrößte Batteriehersteller der Welt – oder dem US-Konzern Tesla lesen Sie im ECOreporter-Überblick zu Elektroauto-Aktien.

Andere große Fahrzeugkonzerne wie die deutschen Schwergewichte Volkswagen und Mercedes untersucht ECOreporter hingegen nicht – diese setzen immer noch zu stark auf das Verbrenner-Geschäft, um wirklich als nachhaltiges Investment gelten zu können. Nichtsdestotrotz kommt ihnen bei der Zukunft der Batteriebranche vermutlich eine wichtige Rolle zu.

Auch das Recycling der Batterien ist ein wichtiger Faktor, gerade für die Umweltbilanz der Akkus. Hier sieht es allerdings ebenfalls mau aus mit Geldanlagemöglichkeiten. Der kanadische Batterie-Recycler Li-Cycle etwa hatte große Ambitionen, blieb aber geschäftlich wenig erfolgreich, geriet in finanzielle Schieflage und wurde in diesem Jahr schließlich vom Schweizer Bergbaukonzern Glencore geschluckt.

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