Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Baukonzern JM: Weniger Umsatz und Gewinn, Markterholung verzögert sich
Das schwedische Immobilienunternehmen JM leidet weiter unter dem schwierigen Wohnungsmarkt – die erhoffte Erholung verzögert sich. Der Konzern meldete für das zweite Quartal 2025 einen Umsatz- und Gewinnrückgang, die Aktie gibt nach.
Der Umsatz sank im Zeitraum April bis Juni um 30 Prozent zum Vorjahr auf 3,2 Milliarden Schwedische Kronen (287 Millionen Euro). Schweden blieb mit einem Anteil von 70 Prozent am Konzernumsatz der Hauptmarkt des Unternehmens, während auf Norwegen 16 Prozent und auf Finnland 14 Prozent entfielen. In allen Märkten war das Geschäft "durch einen zurückhaltenden Immobilienmarkt gekennzeichnet", so JM.
Schwierige Weltlage drückt das Geschäft
Der Gewinn je Aktie gab im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahreszeitraum noch einmal um 30 Prozent auf 1,18 Kronen (0,11 Euro) nach. Auch auf die ersten sechs Monate 2025 gesehen sanken Umsatz und Ergebnis. Als Grund nannte JM eine "zunehmende geopolitische Unsicherheit" und die Zurückhaltung bei Kundinnen und Kunden.
Der Bausektor hat es aktuell schwer. Lesen Sie für einen Überblick zu Immobilienaktien auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Immobilienaktien: Wo ECOreporter trotz Krise Einstiegschancen sieht.
Wie ECOreporter die JM-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie im folgenden Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Die Zahl der gestarteten Bauprojekte stieg im ersten Halbjahr von 867 auf 1.224. Nach dem starken ersten Quartal sank die Zahl der Baustarts im zweiten Jahresviertel aber wieder. Die Zahl der Wohnungsverkäufe zwischen April und Juni blieb mit 988 Einheiten deutlich hinter dem Vorjahrzeitraum mit 1.555 Verkäufen zurück.
"Die starken Schwankungen an den weltweiten Aktienmärkten in Verbindung mit der Sorge um die Auswirkungen potenziell starker Zollerhöhungen und Konflikte auf dem globalen Markt haben viele Verbraucher dazu veranlasst, den Kauf einer Immobilie aufzuschieben", sagte JM-Chef Mikael Åslund.
Es gäbe jedoch "Anzeichen dafür, dass sich der Markt allmählich an ein unsichereres Umfeld gewöhnt". Um vorherzusagen, wie lange die Zurückhaltung auf dem Immobilienmarkt anhalten wird, sei es aber noch zu früh. Aktuell hat der Konzern 616 fertige, aber unverkaufte Wohnungen im Bestand, im zweiten Halbjahr hofft JM weitere Einheiten verkaufen zu können.
Aktie im Minus – Ausblick schwierig
Im gettex-Handel ist die JM-Aktie nach Präsentation der neuen Zahlen aktuell 10,3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 12,31 Euro (Stand: 11.7.2025, 11:43 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 6,3 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 34,6 Prozent an Wert verloren.
Die von JM erhoffte Erholung am Wohnungsmarkt verzögert sich weiter, nach einem guten ersten Quartal lahmte das Geschäft im zweiten Jahresviertel wieder. Eine Prognose fällt aktuell schwer, wie das Unternehmen selbst zugibt.
Positiv: JM schreibt trotz der Schwierigkeiten noch immer schwarze Zahlen und schüttet Dividenden aus, 50 Prozent der Gewinne sollen an die Aktionäre gehen. In diesem Jahr hofft der Konzern, wieder auf die im Schnitt angepeilten 3.800 Baustarts pro Jahr zu kommen. Die Eigenkapitalquote liegt weiter bei stabilen 55 Prozent. Als Faustregel gilt eine Eigenkapitalquote ab 30 Prozent als gesund.
Der Börsenkurs von JM hat im letzten Jahr um 58 Prozent nachgegeben. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30 für 2025 ist die Aktie aber immer noch hoch bewertet. Die erwartete Dividendenrendite ist mit 2,8 Prozent gut. Wer derzeit über einen Kauf der Aktie nachdenkt, sollte wie überall im Bausektor sehr langfristig planen.
JM AB: ISIN SE0000806994 / WKN 890459
(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)