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Aktientipps, Nachhaltige Aktien
Dämmstoffaktien: Wo sich der Einstieg trotz Baukrise und hoher Kosten lohnen kann
Die Bauwirtschaft kommt seit Jahren nicht richtig in Schwung. Hohe Baukosten, teure Kredite und verunsicherte Immobilienbesitzer bremsen Neubauten und Sanierungen, das spüren auch die Hersteller von Dämmstoffen. Trotzdem schlagen sich einige Unternehmen erstaunlich gut. ECOreporter hat fünf Dämmstoffaktien untersucht und zeigt, wo sich Kaufgelegenheiten bieten und wo Anlegerinnen und Anleger besser vorsichtig bleiben.
Dämmen – lohnt sich das überhaupt? Oder bedeutet das, viel Geld zu investieren, um ein bisschen Energie zu sparen? Die klare Antwort: Laut aktuellen Studien, etwa vom ADAC – eher unverdächtig, eine grüne Lobbyorganisation zu sein –, kann die energetische Sanierung den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent reduzieren.
Und die Menge an Energie, die in Deutschland fürs Heizen gebraucht wird, ist gewaltig. Nahezu drei Viertel seines Gesamtenergieverbrauchs verwendet ein deutscher Durchschnittshaushalt dafür. Warmes Wohnen frisst in Deutschland fast so viel Energie wie die gesamte Industrie und mehr als der Verkehr.
Ist Dämmung wirklich gut?
Ist für die Dämmung mehr Energie in der Herstellung nötig, als sie einspart? Ein altes Vorurteil – aber leicht zu widerlegen: Denn Dämmstoffe können viele Jahre an der Wand bleiben, und selbst wenn ein Haus schon im jungen Alter von 30 Jahren wieder abgerissen würde: Der Dämmstoff hätte bis dahin geholfen, vielfach so viel Energie einzusparen, wie seine Produktion und Anbringung erforderte.
Die allermeisten Dämmstoffe amortisieren sich energetisch innerhalb weniger Monate. Es gibt allerdings Unterschiede: Natürliche Dämmstoffe wie Hanf und Jute sind schon in der Herstellung wesentlich energiesparender als etwa Schaumglasplatten.
Leidet man in gedämmten Häusern unter Schimmel? Vor allem, wenn man gleichzeitig mit der Dämmung sehr dichte neue Fenster verwendet? Nein. Schuld am Schimmel sind weder Fenster noch Dämmung, sondern meist mangelnde Lüftung, manchmal auch Wärmebrücken. Das sind Stellen, an denen eine Wandfläche kälter ist als der Rest. Und dagegen hilft nur eins: dämmen.
Ist für die Dämmung mehr Energie in der Herstellung nötig, als sie einspart? Ein altes Vorurteil – aber leicht zu widerlegen: Denn Dämmstoffe können viele Jahre an der Wand bleiben, und selbst wenn ein Haus schon im jungen Alter von 30 Jahren wieder abgerissen würde: Der Dämmstoff hätte bis dahin geholfen, vielfach so viel Energie einzusparen, wie seine Produktion und Anbringung erforderte.
Die allermeisten Dämmstoffe amortisieren sich energetisch innerhalb weniger Monate. Es gibt allerdings Unterschiede: Natürliche Dämmstoffe wie Hanf und Jute sind schon in der Herstellung wesentlich energiesparender als etwa Schaumglasplatten.
Leidet man in gedämmten Häusern unter Schimmel? Vor allem, wenn man gleichzeitig mit der Dämmung sehr dichte neue Fenster verwendet? Nein. Schuld am Schimmel sind weder Fenster noch Dämmung, sondern meist mangelnde Lüftung, manchmal auch Wärmebrücken. Das sind Stellen, an denen eine Wandfläche kälter ist als der Rest. Und dagegen hilft nur eins: dämmen.
Trotzdem wird in Deutschland zu wenig energetisch saniert, zuletzt waren es weniger als 1 Prozent der Gebäude pro Jahr. Eigentlich soll der Immobilienbestand in der Bundesrepublik bis 2045 klimaneutral werden. Dafür müsste die Sanierungsquote aber bei rund 2 Prozent pro Jahr liegen.
Das heißt aber, auch für Dämmstoffhersteller ist bei der Nachfrage noch Luft nach oben. Fünf Unternehmen hat ECOreporter auf Chancen und Risiken durchleuchtet:
• Kingspan
• Owens Corning
• Rockwool
• Steico
• Sto
Langfristig können die Unternehmen von energieeffizienteren Gebäuden profitieren. Kurzfristig hängen ihre Aussichten aber stark davon ab, wie schnell sich die Baukonjunktur erholt und ob sie steigende Kosten an ihre Kunden weitergeben können. Auch in welchen Märkten die Konzerne aktiv sind und welche Produktkategorien bei ihnenim Fokus stehen, macht einen deutlichen Unterschied.
Gute Klimabilanz? Nicht automatisch
Dämmstoffe helfen, den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich zu senken. Ihre Herstellung ist allerdings nicht immer besonders klimafreundlich: Das Schmelzen von Stein- oder Glaswolle benötigt viel Energie, für andere Dämmstoffe werden erdölbasierte Kunststoffe verwendet. Auch die Herstellung von Vorprodukten wie Stahl verursacht hohe Treibhausgasemissionen.
Bei mehreren Dämmstoffherstellern entsteht deshalb ein großer Teil des CO₂-Ausstoßes nicht in den eigenen Fabriken, sondern bei Zulieferern. Die Unternehmen in unserem Überblick versuchen gegenzusteuern.
Für geduldige Anlegerinnen und Anleger gibt es Aktien aus der Dämmstoffbranche, bei denen sich aktuell ein Kauf lohnen kann. Welche das sind, erfahren Sie im Premium-Bereich.
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