Bloom Energy sieht eine starke Nachfrage, besonders bei Betreibern von Rechenzentren. / Foto: imago images

  Nachhaltige Aktien

Bloom Energy steigert Umsatz und verringert Verlust

Der US-Brennstoffzellenhersteller Bloom Energy hat im zweiten Quartal 2024 mehr Umsatz erzielt und seinen Verlust gesenkt – zumindest im Tagesgeschäft. Seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern.

Der Umsatz von Bloom Energy stieg im Zeitraum April bis Juni gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent auf 335,8 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen profitierte nach eigener Aussage von einer steigenden Nachfrage für seine Brennstofffzellen-Systeme, insbesondere für die Versorgung von Rechenzentren.

Neue Brennstoffzellenvariante

Der Verlust aus dem operativen Geschäft belief sich im zweiten Quartal auf 23 Millionen Dollar, womit er sich gegenüber dem Minus von 49 Millionen Dollar im Vorjahr mehr als halbierte. Aufgrund von nicht näher definierten Sondereffekten stieg der Nettoverlust von 58 auf 62 Millionen Euro.

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"Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass die Nachfrage nach Elektrizität das verfügbare Angebot im Netz bei weitem übersteigen wird", erklärte Bloom Energy-Chef KR Sridhar. "Dies bietet Bloom eine riesige Chance. Wir sehen ein hohes Maß an kommerziellem Interesse an unseren Produkten und Lösungen." Ein starker Fokus liegt laut Unternehmen neben Rechenzentren auf dem südkoreanischen Markt, wo stärker auf Wasserstoffkraftwerke gesetzt werde.

Vor Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal hatte Bloom Energy eine neue effiziente Brennstoffzellenvariante vorgestellt, die sich speziell an Betreiber von Rechenzentren richtet. Sie kann laut Unternehmen vollständig mit grünem Wasserstoff, aber auch mit Wasserstoffgemischen und Erdgas betrieben werden. Mit dem privaten KI-Rechenzentrumsunternehmen CoreWeave hat Bloom Energy nach eigener Aussage bereits einen Vertrag über die Stromversorgung eines Rechenzentrums im US-Bundesstaat Illinois abgeschlossen.

Bloom Energy baut Festoxid-Brennstoffzellen, mit denen die Umwandlung von Erdgas oder Wasserstoff in Strom möglich ist. Zu Kraftwerken zusammengeschaltet, kann die Technologie laut Unternehmen ganze Gebäudekomplexe mit Strom versorgen. Diese Brennstoffzellen sind aber nicht zwingend eine saubere Lösung – das sind sie erst, wenn sie mit grünem Wasserstoff betankt werden.

Operativ schwarze Zahlen erwartet

Für das Gesamtjahr erwartet Bloom Energy unverändert einen Umsatz von 1,4 bis 1,6 Milliarden Dollar. Zudem will das Unternehmen einen bereinigten operativen Gewinn von 75 bis 100 Millionen Dollar erzielen.

Die Bloom Energy-Aktie gewann nach Präsentation der Zahlen am Freitag 9 Prozent an Wert, aktuell ist sie im Tradegate-Handel 0,2 Prozent zum Freitag im Minus und kostet 10,50 Euro (Stand: 12.8.2024, 11:05 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 14,2 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht ist sie 26 Prozent im Minus.

Bloom Energy ist im Wasserstoff-Sektor eines der interessanteren Unternehmen. Der Umsatz wächst und konnte im Vorjahr erstmals die Milliardengrenze knacken, zudem verbessern sich auch die Ergebnisse des Unternehmens. Anlegerinnen und Anleger ohne hohe Risikoaffinität sollten aber abwarten, wie die weitere Geschäftsentwicklung bei Bloom Energy läuft und ob wirklich absehbar schwarze Zahlen erreicht werden. Aktuell ist die Bloom-Aktie weiter eine Wette. Der Kurs hat in den letzten zwei Jahren darunter gelitten, dass der Börsen-Optimismus bei Wasserstoff stark nachgelassen hat.

Einen umfassenden Überblick über die Wasserstoffbranche bietet das ECOreporter-Dossier Von Plug Power bis Linde: Das sind die besten Wasserstoff-Aktien.

Bloom Energy Corp. CL A: ISIN US0937121079 / WKN A2JQTG

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