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BYD bleibt die Nummer zwei bei E-Autobatterien
2024 beherrschten chinesische Unternehmen den Markt für Elektroautobatterien. Ganz vorne mit dabei: der Mischkonzern BYD, der auch zu den wichtigsten E-Autobauern gehört.
Zwischen Januar und November 2024 verbrauchten Elektroautos weltweit etwa 786 Gigawattstunden (GWh) Strom. Das geht aus Berechnungen des südkoreanischen Analysehauses SNE Research hervor. Im gleichen Zeitraum 2023 waren es 621 GWh.
China und Südkorea dominieren den Batteriemarkt
Weltmarktführer bei E-Autobatterien war im letzten Jahr mit einem Anteil von 36,8 Prozent der chinesische Konzern CATL. Dahinter folgten BYD mit 17,1 Prozent und der südkoreanische Hersteller LG Energy Solution mit 11,6 Prozent. Die zehn wichtigsten Batteriefertiger kamen alle aus China oder Südkorea.
BYD ist auch der größte Elektroautobauer der Welt. Der Konzern steigerte seine Verkäufe 2024 im Vergleich zum Vorjahr von 3,0 auf 4,25 Millionen Fahrzeuge. Davon waren fast 1,76 Millionen vollelektrisch und knapp 2,5 Millionen Plug-in-Hybride. Bei den rein elektrischen Modellen lag BYD nur 30.000 Einheiten hinter dem größten Rivalen Tesla, der keine Plug-in-Hybride anbietet.
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Die BYD-Aktie kostet heute im Tradegate-Handel 32,64 Euro (Stand 6.1.2025, 11:15 Uhr). Im Jahresvergleich ist der Kurs um 32 Prozent gestiegen, auf fünf Jahre hat er 630 Prozent gewonnen.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 15 vertretbar, ECOreporter schätzt das Papier aber nicht als Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger ein.
Hohe Zölle bremsen weiteres Wachstum
In China, dem größten Automarkt der Welt, ist BYD Marktführer. In Europa läuft das Geschäft hingegen zäh, auch wegen der EU-Strafzölle auf importierte chinesische Fahrzeuge. Weil in den USA noch deutlich höhere Strafzölle gelten, hat BYD dort kaum Chancen, sich als Massenhersteller zu etablieren. Der Konzern dürfte bis auf Weiteres weitestgehend auf asiatische Absatzmärkte beschränkt bleiben.
ECOreporter hat zudem bei Investments in chinesische Aktien grundsätzliche Bedenken: Wie alle chinesischen Firmen ist BYD abhängig von Entscheidungen des Regimes in Peking. Und die Skepsis gegenüber chinesischen Konzernen könnte in der westlichen Welt steigen, weil sich der Handelskrieg zwischen den USA und China zunehmend verschärft – ein Trend, der sich in der zweiten Amtszeit Donald Trumps noch verstärken dürfte.
Aus nachhaltiger Sicht ebenfalls bedenklich: Brasilianische Behörden werfen BYD vor, auf einer Baustelle in Brasilien Chinesen unter "sklavenartigen Bedingungen" arbeiten zu lassen (ECOreporter berichtete hier).
BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9
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