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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Clearvise sichert Strompreise für vier Windparks ab
Der Grünstromerzeuger Clearvise hat neue Stromabnahmeverträge für vier seiner Windparks abgeschlossen. Damit sichert sich das Frankfurter Unternehmen für einen Teil der dort erzeugten Energie für mehrere Monate feste Abnehmer und Preise.
Die Verträge betreffen die Windparks Weilrod, Broich und Korbersdorf in Deutschland sowie Glenough in Irland. Je nach Windpark werden 40 bis 100 Prozent der installierten Leistung über die Vereinbarungen vermarktet. Die Verträge laufen zwischen sechs und zwölf Monaten. Konkrete Konditionen nennt Clearvise nicht.
Bestehendes Portfolio optimieren
Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA), legen vorab fest, zu welchen Konditionen Strom für einen bestimmten Zeitraum verkauft wird. Für Clearvise machen die Vereinbarungen damit einen Teil der künftigen Einnahmen besser planbar. Kurze Vertragslaufzeiten sollen es Clearvise wiederum ermöglichen, anschließend erneut von möglicherweise höheren Marktpreisen zu profitieren.
Clearvise setzt mittlerweile vor allem darauf, mit seinem bestehenden Bestand an Wind- und Solarparks möglichst stabile und profitable Einnahmen zu erzielen. Anlagen, die nicht mehr zur Strategie passen oder zu wenig rentabel sind, sollen verkauft werden. Gleichzeitig will das Unternehmen sein Portfolio um Batteriespeicher an bestehenden Standorten ergänzen.
Die Clearvise-Aktie ist im gettex-Handel aktuell 1,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 1,20 Euro (Stand: 22.9.2026, 10:50 Uhr). Im Monatsvergleich büßte die Aktie 15,5 Prozent ein, auf Jahressicht sank der Kurs um 25,9 Prozent.
Funktioniert die Yieldco-Strategie?
Clearvise hat sich zu Anfang des Jahres komplett neu aufgestellt und bezeichnet sich mittlerweile als erstes deutsches Yieldco. Yieldcos sind aus dem englischen Sprachraum bekannte Unternehmen, die sich ausschließlich auf den Besitz von Anlagen und das Geschäft mit Stromerzeugung konzentrieren sowie Gewinne zu einem großen Teil als Dividenden ausschütten. Ein ECOreporter-Dossier zu Yieldcos lesen Sie hier.
Allerdings wird Clearvise zum Start der neuen Strategie für 2025 keine Dividende zahlen, sondern Gewinne für andere Geschäftszwecke nutzen. Das Unternehmen will die Mittel lieber für "die Optimierung des Portfolios und ein vorgeschlagenes Aktienrückkaufprogramm" verwenden. Wie ECOreporter die Clearvise-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
Clearvise AG: ISIN DE000A1EWXA4 / WKN A1EWXA
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