Schwarmfinanzierungen sind in einigen EU-Ländern deutlich populärer als in anderen. / Foto: Pixabay

  Anleihen / AIF, Crowd-Investment

Crowd-Investments vor allem bei Kleinanlegern beliebt

Der Markt für Crowd-Investments ist weit verzweigt und unübersichtlich. Jetzt hat die EU-Aufsichtsbehörde ESMA erstmals eine Branchenübersicht mit belastbaren Daten veröffentlicht.

Der Studie zufolge wurden 2023 mehr als 1 Milliarde Euro über europäische Crowd-Plattformen investiert. Das Geld kam zu 87 Prozent von insgesamt 1,4 Millionen Kleinanlegern, Profi-Investoren beteiligten sich kaum an den Angeboten. Kleinanleger steckten im Schnitt 590 Euro in Projektbeteiligungen.

Crowd-Land Litauen

Der größte Teil des Kapitals floss in Crowd-Projekte aus den Bereichen Business, Technik und Immobilien. Regional betrachtet stammte das meiste Geld aus Frankreich, den Niederlanden und Litauen, Deutschland folgte weit abgeschlagen auf Platz 15. In Litauen gibt es seit 2017 ein Crowdfunding-Gesetz, dort beteiligten sich 2023 mehr als 20 Prozent der Erwachsenen an Crowd-Finanzierungen.

Die ESMA wertete für ihre Studie die Daten von 98 Crowdfunding-Plattformen aus 17 EU-Mitgliedsstaaten aus. Die Angaben von 61 weiteren Anbietern konnten nicht berücksichtigt werden, weil sie laut der Behörde mangelhaft waren. Die ESMA erfasst nur die Aktivitäten von Plattformen mit europaweiter Lizenz. Es gibt auch zahlreiche Crowd-Vertriebe, die ohne EU-Lizenz ausschließlich Projekte innerhalb ihres Heimatlandes anbieten.

Im letzten Jahr mussten viele über die Crowd finanzierte Unternehmen Insolvenz anmelden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Lesen Sie auch unser Dossier Nachhaltige Crowd-Investments: Worauf Schwarm-Investoren achten sollten.

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