Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Daldrup & Söhne erzielt 2023 mehr Gewinn, erwartet mehr Aufträge
Das Bohrtechnik- und Geothermieunternehmen Daldrup & Söhne hat 2023 gute Geschäfte gemacht und den Gewinn gesteigert. Auch die Auftragslage ist aktuell gut – schwankt allerdings traditionell.
Die "typischerweise volatilen Verläufe von großen Bohraufträgen" führten 2023 demnach zu einem Konzernumsatz von 49,1 Millionen Euro, laut dem Konzern "ein erfreuliches sowie deutlich höheres Niveau" als im Vorjahr mit 38,2 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, des Unternehmens, in die der Bestand an unfertigen Leistungen des Unternehmens einfließt, lag im Vorjahr bei 48,4 Millionen Euro und damit deutlich über der Prognose von rund 41 Millionen Euro und dem Vorjahresergebnis von 36,9 Millionen Euro. Daldrup betrachtet die Gesamtleistung als die aussagekräftigere Kennzahl.
Interesse an Bohrdienstleistungen soll steigen
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 43 Prozent auf 2,6 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 890.000 Euro, 4,5 Prozent mehr als 2022. Die Eigenkapitalquote im Konzern lag zum Ende des Jahres bei guten 50,6 Prozent.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Wie Daldrup mitteilt, dokumentierten die Zahlen "die erfreuliche Entwicklung im Jahr 2023". Neben der verbesserten Auftragslage habe das Unternehmen sein Kerngeschäft durch technische Erneuerungen und Investitionen in den Gerätepark gestärkt. Damit sei man "auf dem Weg, die Effizienz in den Projekten und in der Unternehmensorganisation zu verbessern sowie die Ertragskraft weiter zu steigern, ein gutes Stück vorangekommen".
Daldrup bietet Bohrdienstleistungen sowohl für die oberflächennahe Geothermie (insbesondere Erdwärmesonden für Wärmepumpen) als auch vor allem für Tiefenbohrungen für Geothermiekraftwerke an. In beiden Bereichen geht das Unternehmen von steigendem Interesse aus. Allerdings sei das Geschäftsmodell "weitestgehend konjunkturunabhängig und von einem langfristig ausgelegten Auftragsumfeld geprägt", wie Daldrup selbst ergänzt.
Rechnerisch bis 2025 ausgelastet
Der Auftragsbestand liegt per Ende März 2024 laut Unternehmen mit 38,5 Millionen Euro auf einem hohen Niveau und lastet Belegschaft und Bohrgerät rechnerisch bis in das Jahr 2025 aus. Bei planmäßigem Geschäftsverlauf im Jahr 2024 erwartet Daldrup, eine Konzern-Gesamtleistung von rund 47 Millionen Euro zu erwirtschaften und eine deutlich höhere EBIT-Marge zwischen 5 Prozent und 7 Prozent der Gesamtleistung zu erzielen.
Die Daldrup-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 9,6 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 8,92 Euro (Stand: 3.6.2024, 11:24 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 18,3 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 12,1 Prozent im Minus.
Trotz steigender Auftragszahlen und optimistischer Prognosen lässt sich schwer abschätzen, wie groß das Potenzial für neue Geothermie-Projekte wirklich ist. In den letzten Jahren plagten Daldrup Margenprobleme und ein schwankendes Projektgeschäft, zwischenzeitlich schrieb das Unternehmen rote Zahlen. 2023 blieb der Gewinn niedrig.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2024 von 16 ist zwar moderat. ECOreporter sieht die Daldrup-Aktie aber weiterhin als ein Investment mit erhöhtem Risiko. Anlegerinnen und Anleger, die dieses Risiko eingehen wollen, sollten die Angaben des Unternehmens beherzigen und bei einem Neueinstieg auf eine lange Ausrichtung des Investments achten.
Lesen Sie auch den ECOreporter-Branchenüberblick Geothermie-Aktien – hohe Renditen mit Wärme aus der Tiefe?
Daldrup & Söhne AG: ISIN DE0007830572 / WKN 783057