Drägerwerk stellt etwa Schutzkleidung und Beatmungsgeräte her. In den letzten Monaten lief das Geschäft teils schwächer. / Foto: Unternhemen

  Nachhaltige Aktien

Drägerwerk mit weniger Umsatz zum Jahresstart

Der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat im ersten Quartal 2024 schwächer abgeschnitten als im Vorjahr. An seiner Jahresprognose hält das Unternehmen aber weiter fest.

Zwischen Januar und März fiel der Drägerwerk-Umsatz im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf rund 736 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 15 Millionen Euro etwa halb so hoch wie 2023. Nettozahlen teilte Drägerwerk zunächst nicht mit.

Steigerung für Jahresziele nötig

Im ersten Quartal des Vorjahres hätten noch Nachholeffekte infolge verbesserter Liefersituationen sowie ein Nachfrageschub nach Beatmungsgeräten aus China Rückenwind gegeben, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Diese Effekte hätten nun gefehlt.

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Die Nachfrage sei aber weiter hoch geblieben, betonte Drägerwerk. Der Auftragseingang stieg demnach um 0,9 Prozent auf rund 811 Millionen Euro. Während die Bestellungen in der Sparte Sicherheitstechnik um 5,5 Prozent zulegten, fielen sie im Segment Medizintechnik um 2,5 Prozent.

Seine Jahresziele bestätigte Drägerwerk. Das Management rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg um 1,0 bis 5,0 Prozent – nach Erlösen von 3,37 Milliarden Euro 2023. Auf wechselkursbereinigter Basis war der Umsatz im ersten Quartal um 2,6 Prozent gesunken.

Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) soll im Gesamtjahr 2,5 bis 5,5 Prozent erreichen. Im ersten Quartal lag sie nur bei rund 2,0 Prozent.

Aktienkurs gibt nach

Die Drägerwerk-Aktie verlor als Reaktion auf die Zahlen deutlich. Am Montag ging es für sie knapp 4 Prozent abwärts, aktuell ist sie an der Börse Hannover weitere 4,8 Prozent im Minus und notiert bei 49,50 Euro (Stand: 16.4.2024, 9:03 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 1,8 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 17,7 Prozent an Wert gewonnen.

Drägerwerk hatte bereits in seinem ersten Ausblick für 2024 erklärt, dass der Wegfall von Nachholeffekten das Wachstum deutlich verlangsamen werde. Trotzdem müssen die Geschäfte besser laufen, damit die Jahresziele erreicht werden können.

ECOreporter bleibt skeptisch bei der Aktie, die niedrigen Margen bleiben ein Problem des Unternehmens. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei moderaten 11, die Aktie schwankte aber in den letzten Jahren immer wieder stark: Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs 5,8 Prozent im Plus, auf drei Jahre gesehen 35 Prozent im Minus. Während der Corona-Krise hatte Drägerwerk eine Rekordnachfrage erlebt.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Diese nachhaltigen Gesundheitsaktien haben die besten Aussichten.

Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063

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