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Im Check: Crowdinvesting von fairfood Freiburg mit 9 % Zins plus Bonus – lohnt sich das Angebot?
Die fairfood Freiburg GmbH handelt und vertreibt faire Bio-Lebensmittel, die auf Cashewkernen basieren. Das bereits seit mehreren Jahren im Bio-Fachhandel vertretene Unternehmen hat inzwischen auch zentrale Listungen bei den Supermarktketten Edeka Südwest und Rewe. Zu seiner Finanzierung bietet fairfood Freiburg nun über die Plattform Onecrowd ab 250 Euro Nachrangdarlehen an. Deren Zinssatz beträgt 9 Prozent pro Jahr (inklusive Frühzeichnerbonus) plus einem umsatzabhängigen Bonuszins. Lesen Sie, wie ECOreporter das Angebot einschätzt.
Anbieterin und Emittentin der Nachrangdarlehen ist die fairfood Freiburg GmbH aus Freiburg im Breisgau. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben auf faire Löhne, kurze Lieferketten und eigene Projekte in den Anbauländern. Ziel sei es, das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher für die Bedeutung des fairen Handels bei Nüssen zu schärfen.
Die Preise für konventionelle und Bio-Cashews sind laut Unternehmen so weit gefallen, dass Farmer nicht mehr von deren Anbau leben können. Rund um das Kernprodukt Cashew hat sich das Sortiment von fairfood Freiburg auf gewürzte Nussröstungen, Schokocremes und pflanzliche Nuss-Gerichte erweitert – alles nach Angaben des Unternehmens Bio- und Fairtrade-zertifiziert, vegan und nachhaltig verpackt.
Wohin soll das Kapital der Anlegerinnen und Anleger fließen?
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Der Gesamtbetrag des Crowdinvestings, bei dem es sich um Nachrangdarlehen handelt, beträgt laut Basisinformationblatt (BIB, vom 27.3.2025) 400.000 Euro. Die Emittentin ist aber berechtigt, das Angebot auf bis zu 700.000 Euro zu erhöhen.
Den Nettoemissionserlös will die Emittentin laut BIB bei einem platzierten Emissionsvolumen von 700.000 Euro wie folgt verwenden:
- 200.000 Euro sollen in Maschinen und Anlagen zum Ausbau der Produktion der Bioprodukte investiert werden
- 425.000 Euro sollen in den Lagerbestand investiert werden und dem Einkauf von Rohware (Gläsern, Deckeln) dienen
Die Emissionskosten dürften sich damit auf rund 75.000 Euro belaufen.
Laufzeit und Zins
Die sogenannten partiarischen Nachrangdarlehen haben eine unbefristete Laufzeit. Eine ordentliche Kündigung durch die Anlegerin, den Anleger und/oder die Emittentin ist jeweils mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres möglich, erstmals zum 31.12.2029.
Der Zinssatz der Nachrangdarlehen beträgt 8,0 Prozent pro Jahr. Die Emittentin gewährt zusätzlich einen Zinsbonus von 1,0 Prozent pro Jahr bei einer Investition in den ersten 14 Tagen ab dem Beginn der Emission. Gemäß Onecrowd gibt es den Frühzeichnerbonus bei einem Investment bis zum 1.5.2025.
Darüber hinaus ist ein umsatzabhängiger einmaliger endfälliger Bonuszins möglich, der vom höchsten ausgewiesenen Jahresumsatz der fairfood Freiburg GmbH während der Laufzeit der Nachrangdarlehen abhängig ist. Der Bonuszins beträgt laut Informationsblatt 10 Prozent ab einem Umsatz von über 16 Millionen Euro, 20 Prozent bei einem Umsatz von über 20 Millionen Euro oder 30 Prozent bei einem Umsatz über 24 Millionen Euro.
Wird ein Umsatz von über 16 Millionen Euro nicht erreicht, wird kein Bonuszins gewährt. Gemäß den zuletzt veröffentlichten Jahres-Umsatzzahlen müsste sich der Umsatz der Emittentin mehr als verdreifachen, damit die Anlegerinnen und Anleger einen Bonuszins erhalten könnten.
Hohe Risiken
Bei dem Kapitalanlageprodukt handelt es sich um partiarische Nachrangdarlehen mit einem qualifizierten Rangrücktritt und einer vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre. Was das genau bedeutet, hat ECOreporter in seinem Test eines fairfood-Angebots im vergangenen Jahr erklärt: ECOreporter-Check: Crowdinvesting von fairfood Freiburg mit 9 % Zins plus Bonus.
Nach Einschätzung von ECOreporter liegen weiterhin hohe Risiken vor. Es besteht insbesondere das Risiko, dass die Geschäftsausweitung und die Investitionen der Emittentin nicht zu einem Absatz- und Umsatzanstieg führen, der Unternehmensgewinne ermöglicht. Für Anlegerinnen und Anleger bestehen erhebliche Risiken, ihr eingesetztes Kapital zu verlieren.