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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
ECOreporter-Aktien-Favorit SEB steigert Einnahmen und Gewinn
Die schwedische Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) meldet gute Zahlen für das letzte Geschäftsquartal. Wie aussichtsreich ist die ECOreporter-Favoriten-Aktie?
In den Monaten Januar bis März nahm die SEB im operativen Geschäft knapp 20,7 Milliarden Schwedische Kronen (1,8 Milliarden Euro) ein. Das sind 3 Prozent mehr als im vierten Quartal 2023. Der Nettogewinn stieg von knapp 8,4 auf 9,5 Milliarden Kronen (820 Millionen Euro).
Kaum Kreditausfälle befürchtet
Das Volumen der erwarteten Kreditausfälle sank deutlich von 664 auf 73 Millionen Kronen (6,3 Millionen Euro). Die für Banken wichtige harte Kernkapitalquote (CET-1) lag Ende März bei 18,9 Prozent und ist damit besser als bei vielen internationalen Großbanken.
SEB-Chef Johan Torgeby führt die guten Ergebnisse seiner Bank unter anderem auf die Erholung der schwedischen Wirtschaft zurück. Ein noch stärkeres Wachstum habe in den letzten Monaten das hohe Zinsniveau verhindert, das die Kreditnachfrage dämpfe.
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Die SEB-Aktie notiert heute im Tradegate-Handel 0,6 Prozent im Plus zum Vortag bei 12,52 Euro (Stand 25.4.2024, 9:08 Uhr). Nach einer längeren Aufwärtsbewegung befindet sich das Papier seit Mitte März in einer Korrekturphase. Im Monatsvergleich ist der Kurs um 4 Prozent gesunken, auf Jahressicht hat er 22 Prozent zugelegt. Langfristig hat sich die Aktie gut entwickelt, auf fünf Jahre ist sie 44 Prozent im Plus.
In den nächsten Quartalen könnten die Gewinne der SEB niedriger ausfallen, falls das Zinsniveau wie erwartet sinken wird. Das ist im Börsenkurs allerdings bereits eingepreist. Die Aktie ist derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9 für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 eher niedrig bewertet. ECOreporter sieht hier weiterhin Kaufgelegenheiten.
Probleme gibt es bei der Nachhaltigkeit: Im Dezember 2021 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Köln die Frankfurter Deutschlandzentrale der SEB wegen möglicher Verwicklungen in illegale Cum-Ex-Geschäfte. Das Finanzamt Frankfurt fordert nach einem damaligen Bericht des "Handelsblatts" von der Bank eine Steuernachzahlung in Höhe von insgesamt 936 Millionen Euro, zuzüglich Zinsen. Im Februar 2022 erfolgte dann eine Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Frankfurt – mit der Absicht, Beweise für ein Steuerstrafverfahren gegen die SEB zu finden. PwC prüft die Bilanzen der SEB. Seitdem ist es ruhig geworden um den Fall, die Ermittlungen dauern an.
ECOreporter wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen und die SEB systematisch Steuerbetrug begangen haben, wird die Redaktion die Aktie möglicherweise aus ihrer Favoriten-Liste entfernen.
Die SEB ist aktuell eine ECOreporter-Favoriten-Aktie in der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Porträt der Bank finden Sie hier.
SEB AB A: ISIN SE0000148884 / WKN 859768