Wasserstoffzug von Alstom. Die Aktie des Unternehmens ist auf zwölf Monate gesehen mehr als 80 Prozent im Plus. / Foto: Alstom

  Nachhaltige Aktien

Eisenbahnbauer Alstom: Mehr Umsatz, weniger Aufträge

Der französische Bahnkonzern Alstom hat durchwachsene Zahlen für das letzte Quartal gemeldet. Wie entwickelt sich die Aktie?

Alstom setzte in den Monaten Oktober bis Dezember 4,7 Milliarden Euro um. Das entspricht einem Plus von knapp 8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang ging hingegen um 22 Prozent auf 4,26 Milliarden Euro zurück. Quartalsgewinnzahlen veröffentlichte der Konzern nicht.

Alstom geht von einer insgesamt guten Auftragsentwicklung aus

Nach drei Quartalen seines Geschäftsjahres 2024/25 (Juli bis Juni) hat Alstom 13,45 Milliarden Euro umgesetzt, 5,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2023/24. Dank der starken ersten beiden Quartale liegt der Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr bislang bei 15,2 Milliarden Euro und damit 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr 2024/25 rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum von ungefähr 5 Prozent und einem freien Cashflow zwischen 300 und 500 Millionen Euro. Das Verhältnis zwischen Aufträgen und abgerechneten Leistungen (Book-to-Bill Ratio) soll bei über 1 liegen. Heißt: Das Unternehmen rechnet damit, dass mehr Bestellungen eingehen, als abgearbeitet werden.

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Wegen des Auftragsrückgangs im letzten Quartal hat die Alstom-Aktie gestern 3,5 Prozent an Wert verloren. Heute notiert sie im Tradegate-Handel weitere 0,4 Prozent im Minus bei 19,89 Euro (Stand 23.1.2025, 9:10 Uhr). Nach drei schwachen Jahren hatte sich der Kurs 2024 kräftig erholt. Auf zwölf Monate gesehen ist die Aktie 84 Prozent im Plus, auf fünf Jahre betrachtet liegt sie noch 54 Prozent im Minus.

Alstom hat in den letzten Jahren vor allem unter der teuren Übernahme der Bahnsparte des kanadischen Konzerns Bombardier gelitten. Zuletzt lief es aber zunehmend besser, im ersten Halbjahr 2024/25 vervielfachte sich der Nettogewinn auf 55 Millionen Euro, und Alstom konnte seine Verschuldung erheblich senken (ECOreporter berichtete hier).

Die Redaktion sieht langfristig weiterhin gute Aussichten für die Aktie. Alstom hat ein robustes Geschäftsmodell, und die Integration der Bombardier-Sparte ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für spürbare Gewinnsteigerungen.

Für geduldige Anlegerinnen und Anleger kann ein Einstieg in die Aktie weiter eine Option sein. Seit einer ECOreporter-Empfehlung im Januar 2024 bei einem Preis von 11,37 Euro ist der Börsenkurs um 75 Prozent gestiegen.

Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu Eisenbahn-Aktien.

Alstom S.A.: ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK

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