Talgo plant eine Kapitalerhöhung. / Foto: Talgo

  Nachhaltige Aktien

Eisenbahnbauer Talgo schreibt rote Zahlen

Der spanische Zugbauer Talgo bleibt vorerst in der Verlustzone, hat in diesem Jahr beim Auftragseingang aber kräftig zugelegt. Kann die Aktie derzeit eine Kaufoption sein?

In den ersten neun Monaten dieses Jahres setzte Talgo 443 Millionen Euro um. Im Vorjahreszeitraum waren es 498 Millionen Euro. Den Rückgang erklärt das Unternehmen unter anderem mit einem zusammengestrichenen Auftrag der Deutschen Bahn – Talgo soll nur noch 60 statt wie ursprünglich vorgesehen 79 ICE L-Züge nach Deutschland liefern.

Hoher Auftragsbestand

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich in den ersten drei Quartalen von plus 57,7 Millionen Euro auf minus 3,3 Millionen Euro. Ohne negative Effekte wie die Kürzung des Deutsche Bahn-Auftrags hätte das EBITDA laut Talgo bei plus 36,6 Millionen Euro gelegen.

Positiv entwickelte sich der Auftragseingang – vor allem wegen einer milliardenschweren Bestellung des Münchner Reiseanbieters Flix. Für das Gesamtjahr geht Talgo von neuen Bestellungen im Wert von 2,3 Milliarden Euro aus. In den letzten fünf Jahren lag der durchschnittliche Auftragseingang Unternehmensangaben zufolge bei 740 Millionen Euro. Ende September verfügte der Konzern über einen Auftragsbestand von 4,8 Milliarden Euro.

Lesen Sie auch unser zweiteiliges Dossier Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Eisenbahn-Aktien kann sich der Einstieg lohnen.

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