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Elektroautobauer Fisker stellt Insolvenzantrag
Die Verhandlungen mit möglichen Investoren sind gescheitert, der Elektroautohersteller Fisker ist pleite. Die Aktie des US-Unternehmens war auch vorher schon nahezu wertlos.
Fisker wollte seine schwerwiegenden Finanzprobleme durch den Einstieg eines großen, nicht namentlich genannten Autokonzerns (laut Marktbeobachtern Nissan) lösen. Nachdem die Verhandlungen ohne Ergebnis geblieben waren, hat Fisker gestern Abend einen Insolvenzantrag gestellt.
Das Unternehmen leidet unter dem Preiskampf großer E-Autohersteller wie Tesla und BYD. Hinzu kamen in diesem Jahr technische Probleme und Schwierigkeiten im Vertrieb. Im März stoppte das Management die Produktion des einzigen Serienfahrzeugs Ocean beim österreichischen Auftragsfertiger Magna und bediente Zinsen für Wandelanleihen nicht mehr. Anfang Mai meldete sich die österreichische Konzerntochter Fisker GmbH insolvent.
Mehr als 99 Prozent Wertverlust
Die Fisker-Aktie hat im April ihre Börsenzulassung in New York verloren, mittlerweile ist das Papier nur noch auf außerbörslichen US-Plattformen handelbar. Dort kostete die Aktie gestern Abend 0,045 Dollar (Stand 17.6.2024, 21:59 Uhr). Im Jahresvergleich hat sie mehr als 99 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
ECOreporter hatte bereits im November letzten Jahres auf deutlich gestiegene Risiken bei Fisker hingewiesen. Von Spekulationsgeschäften mit der Aktie rät die Redaktion ab.
Welche Papiere aus der E-Auto-Branche aussichtsreicher sind, erfahren Sie in unserem Dossier Tesla, BYD, Rivian, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.
Fisker Inc.: ISIN US33813J1060 / WKN A2P9A3