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Elektroautobauer Nio erhält Milliardeninvestition – Aktie schießt nach oben
Der chinesische Elektroautohersteller Nio hat einen großen Investitionsdeal mit mehreren Geldgebern abgeschlossen – dahinter steht der chinesische Staat. Auch die Muttergesellschaft will über einen Aktienkauf Milliarden investieren.
Eine Gruppe von Geldgebern will demnach für 3,3 Milliarden Yuan (420 Millionen Euro) in bar Anteile an der Nio-Tochter Nio China erwerben. Eine entsprechende endgültige Vereinbarung wurde laut Nio bereits unterzeichnet. Die Investorengruppe besteht aus den drei Unternehmen Hefei Jianheng New Energy Automobile Investment Fund Partnership, Anhui Provincial Emerging Industry Investment und CS Capital, alle befinden sich im Besitz des chinesischen Staates.
Geld soll noch in diesem Jahr fließen
Nio selbst will zudem für 10 Milliarden Yuan (1,3 Milliarden Euro) neue Aktien von Nio China kaufen. Nach Abschluss des Geschäfts wird der Mutterkonzern noch 88,3 Prozent der Anteile an Nio China halten. Die Investoren werden zusammen mit den anderen bestehenden Aktionären die verbleibenden 11,7 Prozent besitzen. Aktuell hält Nio noch 92,1 Prozent der Anteile an Nio China.
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Nio erhält außerdem das Recht, bis zum 31. Dezember 2025 weitere Nio China-Aktien für 20 Milliarden Yuan (2,6 Milliarden Euro) zu zeichnen, wie der Konzern mitteilte. Dabei würden derselbe Preis und dieselben Bedingungen wie bei der aktuellen Transaktion gelten.
Die Geldgeber und Nio planen, die Barmittel jeweils in zwei Raten in Nio China einzubringen, so die Mitteilung weiter. Dabei sollen jeweils 70 Prozent der Investorengelder und des Nio-Investitionsbetrags bis Ende November 2024 fließen, die restlichen 30 Prozent bis Ende Dezember 2024. Die Transaktion unterliege noch behördlichen und internen Genehmigungen sowie der Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen, so Nio.
Die Nio-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 12,2 Prozent im Plus zum Freitag bei 6,55 Euro (Stand: 30.9.2024, 10:54 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 79,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 22,3 Prozent ihres Werts eingebüßt.
Tiefrote Zahlen
Nio ist weit von einem profitablen Geschäft entfernt, 2023 erzielte der Konzern bei 7,8 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Verlust von rund 3 Milliarden Dollar. Die Fahrzeugverkäufe bleiben hinter den Erwartungen zurück, in den letzten drei Jahren büßte die Aktie rund 80 Prozent ihres Werts ein.
Der Konzern befindet sich außerdem seit 2022 unter verschärfter Beobachtung der US-Behörden. Da die Aktie in westlichen Ländern nur als US-Hinterlegungsschein (ADR) gehandelt wird, wäre sie nach einer Börsensperre in den USA möglicherweise auch in Europa nicht mehr erhältlich. Durch das Geschäft bindet der chinesische Staat das Unternehmen zudem noch enger an sich. ECOreporter rät von einem Einstieg bei Nio ab.
Lesen Sie für einen Überblick zur E-Auto-Branche das ECOreporter-Dossier Tesla, BYD, Rivian, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.
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