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BYD erzielt deutlich mehr Gewinn – Absatzrekord im August
Der chinesische Elektroautobauer BYD hat im zweiten Quartal 2024 deutlich mehr Gewinn erzielt. Im August erreichte das Unternehmen einen neuen Verkaufsrekord und verzeichnete zudem erhebliche Produktionszuwächse.
Zwischen April und Juni erzielte BYD einen Nettogewinn von 9,1 Milliarden Yuan (1,14 Milliarden Euro), ein Anstieg von 32,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz legte um 15,8 Prozent auf 301 Milliarden Yuan (38 Milliarden Euro) zu.
Geschäft in Deutschland weiter schwach
Im ersten Halbjahr verkaufte das Unternehmen 12,6 Prozent seiner Fahrzeuge außerhalb Chinas – BYD will diese Quote auf rund 50 Prozent steigern. Zudem plant der Konzern, lokale Produktionen aufzubauen, auch um Strafzölle zu umgehen. In Europa ist ein Werk in Ungarn vorgesehen, das ab 2025 Fahrzeuge ausliefern soll. Weitere Fabriken sind etwa in der Türkei, Mexiko und Brasilien geplant.
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Im August erreichte der Konzern nach eigenen Angaben mit 370.854 verkauften Fahrzeugen einen neuen Absatzrekord. Dabei machten Hybridfahrzeuge fast zwei Drittel der Verkäufe aus. Allerdings konnte BYD auch den Absatz reiner Elektrofahrzeuge um 12 Prozent zum Vorjahr steigern.
Die Produktion des Konzerns zog ebenfalls an. Im August fertigte das Unternehmen 366.973 Fahrzeuge, laut BYD Rekord für einen einzelnen Monat. In den ersten acht Monaten 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Produktionszuwachs um 26,6 Prozent auf insgesamt rund 2,3 Millionen Fahrzeuge.
In Deutschland läuft das Geschäft von BYD allerdings schwach. In den ersten sieben Monaten setzte der Konzern im wichtigsten Automarkt Europas weniger als 1.500 Elektroautos ab.
BYD will den Vertrieb in Deutschland deshalb künftig selbst übernehmen. Das Unternehmen möchte dafür von seinem Generalimporteur Hedin die Hedin Electric Mobility GmbH übernehmen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Die BYD-Aktie gewann nach Veröffentlichung der Quartalszahlen am Freitag 4,6 Prozent, aktuell notiert sie im Tradegate-Handel zum Vortag unverändert bei 27,07 Euro (Stand: 3.9.2024, 12:10 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 11 Prozent eingebüßt.
Starke Abhängigkeit vom China-Geschäft
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 17 moderat. BYD hat große Wachstumschancen, Anlegerinnen und Anleger sollten aber die politischen Risiken nicht aus den Augen verlieren: Wie alle chinesischen Firmen ist BYD abhängig von Entscheidungen der Regierung in Peking.
Trotz ehrgeiziger Expansionspläne macht der Konzern den wesentlichen Teil seines Geschäfts zudem weiterhin in China. Dort ist BYD mittlerweile der meistverkaufte Hersteller – nicht nur für Elektroautos, sondern insgesamt. Die Schwierigkeiten in Deutschland zeigen allerdings exemplarisch, dass das Geschäft des Konzerns außerhalb Chinas noch immer schleppend läuft.
Zudem könnten die möglichen Strafzölle in Europa zum Problem für die internationalen Pläne des Unternehmens werden. Ohnehin machen es der Handelskrieg zwischen China und den USA und der schwelende Taiwan-Konflikt schwierig, in Teilen der westlichen Welt zu expandieren – in den USA etwa ist ein Marktstart bis auf weiteres ausgeschlossen. Die BYD-Aktie ist nach Einschätzung von ECOreporter kein Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger.
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BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9