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Elon Musk spricht bei Wahlkampfauftakt der AfD
Tesla-Chef Elon Musk versucht weiterhin, die anstehende Bundestagswahl zugunsten der AfD zu beeinflussen, und sorgt mit Äußerungen zur Nazizeit für Empörung. Geschäftlich läuft es für den Multimilliardär derzeit eher durchwachsen.
Musk war am Samstag zur Auftaktveranstaltung des AfD-Wahlkampfs in Halle per Video zugeschaltet und sagte unter anderem, es gebe in Deutschland "zu viel Fokus auf vergangene Schuld". Kinder sollten nicht für die Sünden ihrer Urgroßeltern verantwortlich gemacht werden.
"Wenige Stunden vor dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz"
Zahlreiche Politiker und Verbände aus Deutschland, Israel und Polen kritisierten Musks Äußerungen scharf. Der polnische Regierungschef Donald Tusk schrieb in einer Stellungnahme, die Aussagen über die Notwendigkeit, deutsche Schuld und Naziverbrechen hinter sich zu lassen, klängen "nur allzu vertraut und bedrohlich, vor allem nur wenige Stunden vor dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz."
Musk profitiert derzeit davon, dass er US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf unterstützt hat, als Gegenleistung darf er sogar eine neue Abteilung der US-Regierung leiten. Die letzten Geschäftszahlen von Tesla waren hingegen enttäuschend – der Konzern hat im vierten Quartal 2024 seine Absatzziele verfehlt und Marktanteile an den chinesischen Konkurrenten BYD verloren (ECOreporter berichtete hier).
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Die Tesla-Aktie ist in der ersten Euphorie über den Wahlsieg Trumps stark gestiegen, seit Mitte Dezember hat sie einen Teil der Zuwächse aber wieder abgegeben. Zwischen Herbst 2021 und Sommer 2024 hatte sie überwiegend an Wert verloren, unter anderem weil Tesla die hohen Rentabilitätserwartungen von Analysten nicht erfüllen konnte.
Auf Monatssicht notiert die Aktie derzeit 6 Prozent im Minus. Im Jahresvergleich hat sich der Kurs verdoppelt, auf fünf Jahre gesehen liegt er 1.046 Prozent im Plus. Aktuell kostet die Aktie im gettex-Handel 375,35 Euro und damit 3,1 Prozent weniger als am Freitag (Stand 27.1.2025, 10:30 Uhr).
Der Tesla-Kurs ist überhitzt
ECOreporter rät weiter vom Einstieg in die Tesla-Aktie ab. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 138 für 2025 und 108 für 2026 ist sie deutlich überhitzt. Zudem gibt es erhebliche Risiken im China-Geschäft: Sollte Donald Trump den Handelskrieg der USA mit China weiter verschärfen, könnte für Tesla einer der wichtigsten Märkte wegbrechen.
Hinzu kommen erhebliche Nachhaltigkeitsbedenken wegen Elon Musk. Der Tesla-Boss postet auf seiner Plattform X immer häufiger demokratiefeindliche Statements, zuletzt beschimpfte er beispielsweise deutsche Politiker und forderte die Freilassung des inhaftierten britischen Rechtsradikalen Tommy Robinson. Bei der Amtseinführung von Donald Trump provozierte er mit einer Geste, die an den Hitlergruß erinnerte. Für ECOreporter ist sein Gebaren mit nachhaltigen Grundsätzen nicht vereinbar.
Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T
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