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Enapter steigert Umsatz und senkt Verlust
Das Berliner Wasserstoffunternehmen Enapter hat im ersten Halbjahr 2024 mehr Umsatz erzielt und seinen Verlust gesenkt. Auch der Auftragsbestand legte zu. Lohnt sich ein Kauf der Aktie?
In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 73,5 Prozent auf 8,3 Millionen Euro. Das Unternehmen erhielt bis Ende Juni Aufträge im Wert von 23,4 Millionen Euro, womit sich die Bestellungen im Vergleich zur Vorjahresperiode verfünffachten. Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 40,8 Millionen Euro.
Nettoverlust deutlich gesunken
Enapter hat im März 2024 vom italienischen Wirtschaftsministerium einen Bewilligungsbescheid über eine Förderung in einer Gesamthöhe von rund 1,3 Millionen Euro erhalten. Die Mittel sollen laut Unternehmen für Forschungs- und Entwicklungszwecke sowie die Weiterentwicklung des Produktportfolios verwendet werden.
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Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde ein Verlust von 3 Millionen Euro verzeichnet, im Vergleich zu einem Verlust von 7 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Laut Unternehmen waren für die Steigerung vor allem Verbesserungen in der Produktion verantwortlich. Die Bruttomarge stieg von 12,5 auf 31,7 Prozent. Der Nettoverlust sank von 9,9 auf 7,9 Millionen Euro.
Anfang Juni hatte Enapter erklärt, seine Pläne für eine Massenproduktion von Elektrolyseuren an seinem Enapter Campus, einem Forschungs- und Produktionszentrum im nordrhein-westfälischen Saerbeck, aufzugeben. Das Unternehmen will sich künftig auf die Produktion sogenannter Stacks konzentrieren, dem Kern der AEM-Elektrolyseure des Konzerns. Mehr dazu lesen Sie hier. Die Fertigung soll vorerst weiter ausschließlich in Italien erfolgen.
Ungewisse Zukunft
Am Dienstagabend notierte die Enapter-Aktie im gettex-Handel 1 Prozent im Minus zum Vortag bei 4,17 Euro (Stand: 3.9.2024, 18:13 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 8,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 66,5 Prozent an Wert eingebüßt.
Gewinne sind bei Enapter weiterhin nicht in Sicht. ECOreporter hat die Aktie immer als hochspekulativ betrachtet, aufgrund der Campus-Pläne aber auch als interessant. Seit der Absage der Massenfertigung sieht die Redaktion nun eine ungewisse Zukunft für das Unternehmen. Obwohl mehr Aufträge hereinkommen, reicht das offenbar nicht aus, um eine Fertigung in industriellem Maßstab aufzubauen.
Das kann auch ein schlechtes Zeichen für die Wasserstoffbranche insgesamt sein, die nach der großen Euphorie 2021 in den letzten Jahren an der Börse deutlich gelitten hat. Einen Überblick zu Wasserstoff-Investments bietet das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien.
Enapter AG: ISIN DE000A255G02 / WKN A255G0