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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Energiekontor erzielt weniger Gewinn – Unternehmen sieht sich auf Kurs
Der Bremer Wind- und Solarparkbetreiber Energiekontor hat im ersten Halbjahr 2024 deutlich weniger Geld verdient. Viele Projekte werden sich laut Unternehmen verzögern. Langfristig bleibt der ECOreporter-Aktien-Favorit aber optimistisch.
Den Umsatz steigerte Energiekontor in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 78 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Projektleistungen, sank allerdings um 13 Prozent auf knapp 96 Millionen Euro.
Ergebnisse verschieben sich
Auch der Gewinn vor Steuern (EBT) schrumpfte deutlich um 40 Prozent auf rund 17 Millionen Euro. Die EBIT-Marge halbierte sich auf 21,4 Prozent. Unter dem Strich fiel der Nettogewinn mit 11,8 Millionen Euro 44 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.
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Windkraftanlagen und andere Großkomponenten seien derzeit nur eingeschränkt verfügbar, wie Energiekontor in einer Mitteilung erklärte. In Verbindung mit langen Lieferzeiten der Anlagen- und Komponentenhersteller würden sich daher im Projektgeschäft die Realisierungszeiten spürbar verlängern und Ergebnisse sich in die Jahre 2025 und 2026 verschieben.
"Aufgrund der verlängerten Projektrealisierungszeiten und der damit verbundenen Ergebnisverschiebungen befinden wir uns mit dem laufenden Geschäftsjahr in einer Übergangsphase, sodass das Geschäftsjahr 2024 zumindest nicht unmittelbar an den überdurchschnittlichen Erfolg des Vorjahres anknüpfen wird", erklärte der Energiekontor-Vorstandsvorsitzende Peter Szabo. "Das erste Halbjahr 2024 konnten wir indessen hervorragend nutzen, um wichtige Weichen für die kommenden Jahre und die Erreichung unserer Fünfjahresstrategie zu stellen."
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen sei es Energiekontor im ersten Halbjahr gelungen, "das historisch hohe Niveau" seiner Projektpipeline weiter auszubauen, wie das Unternehmen betonte. Einschließlich der US-Projektrechte stieg die Gesamterzeugungsleistung der Projektpipeline im ersten Halbjahr 2024 von 11,7 auf mehr als 12,0 Gigawatt. Davon befinden sich Energiekontor zufolge Projekte mit einem Umfang von rund 2,5 Gigawatt in Entwicklungsphasen, in denen rund 90 Prozent der Wertschöpfung realisiert werden.
Für das Gesamtjahr 2024 geht Energiekontor weiterhin davon aus, dass das Konzern-EBT "spürbar unter dem Konzern-EBT 2023 liegen" und eine Bandbreite von 30 bis 70 Millionen Euro erreichen wird. Bis 2028 strebt Energiekontor ein EBT von 120 Millionen Euro an.
Aktie kann sich weiter lohnen
Die Energiekontor-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,5 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 60,80 Euro (Stand: 12.8.2024, 9:18 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 8,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 24 Prozent an Wert eingebüßt.
ECOreporter sieht in einem zwischenzeitlichen Ergebnisrückgang in diesem Jahr kein Problem. Die langfristigen Aussichten von Energiekontor sind intakt, solange sich Einnahmen nur verschieben und nicht ausfallen. Zudem sorgen die Grünstromanlagen im eigenen Bestand für verlässliche Umsätze durch den Verkauf von Strom.
Als langfristiges Investment bleibt die Energiekontor-Aktie interessant. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 für 2024 ist nach Einschätzung der Redaktion moderat genug für einen Einstieg. Für 2025, wenn das Ergebnis wieder steigen soll, liegt das erwartete KGV bei günstigen 10. Die Aktie hat sich trotz Schwankungen in den letzten Monaten langfristig gut entwickelt, auf fünf Jahre betrachtet ist sie 246 Prozent im Plus.
Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.
Die Energiekontor-Unternehmensanleihe 2023 hat ECOreporter hier analysiert.
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Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350