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Enphase Energy verdreifacht Gewinn – Aktie knapp 7 % im Plus
Der Solar-Wechselrichterhersteller Enphase Energy aus den USA hat im vierten Quartal 2024 deutlich mehr Umsatz und Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Kann sich ein Einstieg bei der tief gefallenen Aktie jetzt lohnen?
Enphase setzte im letzten Quartal 383 Millionen US-Dollar um, das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 62,2 Millionen Dollar. Während das Europageschäft in den letzten Monaten um ein Viertel zurückging, stiegen die für Enphase wichtigeren Verkäufe in den USA um 6 Prozent.
Im Gesamtjahr 2024 sank der Konzernumsatz von 2,3 auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach von 439 auf 103 Millionen Dollar ein. Bis in den Herbst hinein hatte Enphase mit großen Absatz- und Margenproblemen zu kämpfen (ECOreporter berichtete hier). Dennoch kaufte das Unternehmen 2024 eigene Aktien im Wert von 200 Millionen Dollar zurück.
Wie ECOreporter die Enphase-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch unsere zweiteilige Übersicht zu Solaraktien.
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Das Enphase-Management geht nicht davon aus, im ersten Quartal 2025 die guten Absatzzahlen der letzten Monate zu erreichen. Der Umsatz wird bei 340 bis 380 Millionen Dollar erwartet, die Bruttomarge soll zwischen 46 und 49 Prozent liegen. Im vierten Quartal 2024 betrug die Marge knapp 52 Prozent.
An der Börse wiegen die guten Zahlen für das letzte Quartal schwerer als der verhaltene Ausblick. Die Enphase-Aktie ist heute mit einem Plus von 6,6 Prozent in den Tradegate-Handel gestartet und kostet aktuell 68,00 Euro (Stand 5.2.2025, 8:50 Uhr).
Kursverfall von 320 auf 68 Euro
Die lange klar überteuerte Aktie hat seit Höchstständen von mehr als 320 Euro im Herbst 2022 stark an Wert verloren. Seit Ende Januar erholt sich der Kurs auf niedrigem Niveau. Auf Wochensicht hat die Aktie 7 Prozent zugelegt, im Jahresvergleich notiert sie 32 Prozent im Minus. Langfristig ist das Papier gut gelaufen, auf fünf Jahre betrachtet hat es 91 Prozent gewonnen.
Um wieder profitabler zu werden, hat Enphase im November ein Restrukturierungsprogramm angekündigt (mehr dazu lesen Sie hier). 17 Prozent der Stellen sollen wegfallen, das Werk in Mexiko wird geschlossen.
ECOreporter sieht bei Enphase nach wie vor Erholungspotenzial, das Unternehmen ist allerdings abhängig vom Inflation Reduction Act (IRA), einem Förderprogramm aus Zeiten der Biden-Regierung. Für das erste Quartal 2025 kalkuliert Enphase mit IRA-Subventionen von 36 bis 39 Millionen Dollar. Ob der neue US-Präsident Donald Trump, bekanntlich kein Freund erneuerbarer Energien, die Förderungen im weiteren Jahresverlauf streichen wird, ist bislang noch unklar.
Aber auch mit weiteren Zuwendungen aus dem IRA ist die Enphase-Aktie immer noch nicht günstig: Trotz der erheblichen Kursverluste seit 2022 ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 mit 31 nach wie vor hoch und ein Investment mit erhöhten Risiken verbunden. ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern von einem Einstieg in die Aktie ab.
Enphase Energy Inc.: ISIN US29355A1079 / WKN A1JC82
(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)
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