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EnviTec Biogas will stärker auf Biomethan setzen
Der Biogaskonzern EnviTec Biogas hat solide neue Geschäftszahlen veröffentlicht. Wie läuft die Aktie des Unternehmens aus dem niedersächsischen Lohne?
EnviTec hat in den Monaten Januar bis Juni 169,2 Millionen Euro umgesetzt. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sank von 8,1 auf 3,1 Millionen Euro. Der Auftragsbestand im Anlagenbau wuchs um 10 Prozent auf 143 Millionen Euro. 112 Millionen Euro davon entfallen auf Bestellungen aus dem Ausland, vor allem aus Schweden und Spanien.
Doppelanrechnung ist nicht mehr möglich
EnviTec bezeichnet die Geschäftsentwicklung als „planmäßig“. Der Gewinnrückgang resultierte Unternehmensangaben zufolge vor allem aus höheren Kosten für die Auslieferung von Bio-LNG sowie dem rückwirkend zum 1. Januar 2026 wirksam gewordenen Wegfall der Doppelanrechnung sogenannter fortschrittlicher Biokraftstoffe.
Um ihre gesetzlich vorgeschriebene Klimaschutzquote zu erfüllen, können Mineralölunternehmen Treibhausgaszertifikate (THG-Zertifikate) erwerben. Mit diesen lässt sich ein Teil ihrer CO2-Emissionen rechnerisch ausgleichen. Alternativ können sie Biokraftstoffe kaufen und für eine bessere Klimabilanz ihrem Treibstoff beimischen. Wenn die THG-Quotenpreise – also die Preise für die Zertifikate – steigen, wird der Einkauf von Biokraftstoffen attraktiver.
Doppelanrechnung heißt: Ein Liter bestimmter, als fortschrittlich eingestufter Biokraftstoffe zählt regulatorisch wie zwei Liter bei der Erfüllung der THG-Quote. Mineralölunternehmen konnten ihre gesetzliche Minderungsverpflichtung so mit weniger physischem Kraftstoff erfüllen. Seit diesem Jahr ist dies nicht mehr möglich.
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