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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Eolus wieder in der Verlustzone – Aktie bricht ein
Das schwedische Erneuerbare-Energien-Unternehmen Eolus ist im zweiten Quartal 2025 wieder in die roten Zahlen gerutscht und sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert. Die Aktie gibt deutlich nach.
Für den Zeitraum April bis Juni stieg beim Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBIT) der Verlust im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 74 Millionen Schwedische Kronen (6,6 Millionen Euro). Das höhere Minus begründete das Unternehmen mit Projektverzögerungen und schwächeren Margen.
Negativer Cashflow und geringerer Auftragsbestand
Der Nettoverlust sank von 50 Millionen Kronen im Vorjahr auf 38 Millionen Kronen (3,4 Millionen Euro) – das lag allerdings lediglich an Gewinnen aus Finanzgeschäften. Nachdem im ersten Quartal noch ein Gewinn verzeichnet wurde, befindet sich das Unternehmen mittlerweile wieder in der Verlustzone.
Lesen Sie auch die jeweils zweiteiligen ECOreporter-Überblicke zu Windaktien und zu Solaraktien.
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Den Umsatz vervielfachte Eolus im letzten Quartal von 54 auf 364 Millionen Kronen (33 Millionen Euro). Auf das gesamte erste Halbjahr betrachtet, kletterten die Erlöse von 98 Millionen auf 2,3 Milliarden Kronen (206 Millionen Euro). Dem Konzern gelang es in den ersten sechs Monaten, zwei Windparkprojekte zu verkaufen.
Allerdings verzeichnete Eolus einen negativen Cashflow von 327 Millionen Kronen (29 Millionen Euro). Auch hier verringerte sich das Minus zwar gegenüber den 517 Millionen Kronen im Vorjahr. Trotzdem sind erneut mehr liquide Mittel abgeflossen als zugeflossen. Der Auftragsbestand sank von 662 auf 552 Millionen Kronen (50 Millionen Euro).
Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Geschäftsplan für die Jahre 2025 bis 2027 abgegeben. Insgesamt will Eolus in diesen drei Jahren ein EBIT von 1,4 Milliarden Kronen erzielen und jedes Jahr 20 bis 50 Prozent seines Gewinns als Dividende ausschütten – angepasst an Investitionsbedarf und finanzielle Lage.
"Wir haben eine positive Sicht auf die Nachfrage nach erneuerbarer Stromerzeugung auf mittlere und lange Sicht", sagte Eolus-Chef Per Witalisson. Kurzfristig stehe sein Unternehmen aber vor Herausforderungen.
"Unsicherheit über die künftige Stromnachfrage muss abnehmen"
"Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und eine schwächere Industriekonjunktur belasten die Prognosen für die Entwicklung des Stromverbrauchs und der Strompreise. Damit der Transaktionsmarkt wieder in Schwung kommt, muss die Unsicherheit über die künftige Stromnachfrage abnehmen", so Witalisson weiter.
An der Börse kamen die Zahlen von Eolus nicht gut an. Nach Präsentation der Ergebnisse brach die Aktie im Handel am gestrigen Dienstag um knapp 18 Prozent ein. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel weitere 1,8 Prozent im Minus und kostet 4,13 Euro (Stand: 27.8.2025, 9:29 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 16,2 Prozent im Minus, in den letzten zwölf Monaten büßte sie 23,8 Prozent ihres Werts ein.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4 ist die Eolus-Aktie zwar günstig. Aktuell sieht ECOreporter sie aber als Investment mit deutlichem Risiko. Das Unternehmen ist auf den Verkauf von Projekten angewiesen, doch die Unsicherheiten im Markt für erneuerbare Energien könnten die Nachfrage negativ beeinflussen. Die Geschäfte stehen unter Druck, gerade in den USA. Auch Eolus selbst ist unsicher, wann eine nachhaltige Erholung einsetzen könnte.
Eolus Vind AB Class B: ISIN SE0007075056 / WKN A14UH1
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