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Erlebnis Akademie: Geht es jetzt wieder aufwärts?
Der Baumwipfelpfadbetreiber Erlebnis Akademie AG ist im letzten Jahr gewachsen und konnte seine Marge verbessern. Welche Aussichten hat die Aktie des Unternehmens aus Bad Kötzting im Bayerischen Wald?
Die Erlebnis Akademie steigerte ihren Gewinn 2024 nach vorläufigen Zahlen um 5,5 Prozent zum Vorjahr auf 25,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von minus 0,4 Millionen Euro auf plus 0,32 Millionen Euro.
Die Geschäftsentwicklung hängt auch vom Wetter ab
„Die Besucherdynamik des Jahres 2024 deutet vermutlich auf die Rückkehr zum Wachstumspfad hin, wenngleich wir noch immer deutliches Steigerungspotenzial sehen“, erläutert Finanzchef Christoph Blaß. „Besonders erfreulich ist, dass auch die bislang Verluste erwirtschaftenden Standorte im vergangenen Jahr zum Teil deutliche Umsatzzuwächse erwirtschaften konnten. Insgesamt hatten wir im Jahr 2024 2,3 Millionen Gäste, ein Plus von 4,5 Prozent. Das ist noch nicht das angepeilte Niveau, aber ein Schritt dorthin.“ Insbesondere im September litt das Unternehmen unter Extremwetter an einigen Standorten.
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In den ersten vier Monaten 2025 verzeichnete die Erlebnis Akademie nach eigenen Angaben ein Besucheraufkommen auf Vorjahresniveau und einen leichten Umsatzanstieg. „Wir haben zudem wieder interessante Neu- und Erweiterungsprojekte in der Planung und der Umsetzung, wie zum Beispiel das Bärengehege in Krkonse (Tschechien) oder die Rutsche in Laurentides (Kanada). Weiterhin werden wir voraussichtlich an mehreren Standorten mit einem neuen Partner in den nächsten Jahren Zusatzattraktionen in Form von Spiel- und Kletterelementen umsetzen, um die Anlagen noch attraktiver zu gestalten“, sagt Konzernchef Bernd Bayerköhler. Zudem plane man neue Baumwipfelpfade in der Slowakei und Nordirland.
Die Veröffentlichung des testierten Konzernabschlusses 2024 plant die Erlebnis Akademie für den 27. Juni. Auf einen separaten Bericht zum ersten Jahresquartal will man hingegen künftig verzichten. Der Grund: Die Ergebnisse des ersten Quartals hätten eine begrenzte Aussagekraft, da sie saisonal bedingt nur auf einem sehr geringen Teil des Jahresumsatzes beruhten und die Zahlen insbesondere durch die jährlich variierende Lage der Osterferien stark schwankten. Zudem sollen durch den Verzicht auf die detaillierte Berichterstattung Kosten eingespart und die internen Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Den Halbjahresbericht sowie den Bericht zum dritten Quartal will das Unternehmen weiterhin in gewohnter Form erstellen und veröffentlichen.
Wie wirkt sich der Klimawandel aus?
Die Aktie der Erlebnis Akademie hat in den letzten Tagen spürbar an Wert gewonnen, auf Wochensicht notiert sie 16 Prozent im Plus. Langfristig ist sie schwach gelaufen, auf drei Jahre gesehen hat sie 74 Prozent verloren. Heute kostet das Papier im gettex-Handel 3,82 Euro (Stand 12.5.2025, 10:43 Uhr).
Die Erlebnis Akademie hat nach Einschätzung von ECOreporter ein grundsätzlich interessantes, nachhaltiges Geschäftsmodell und wirtschaftet bislang mit Außenmaß. Die Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von etwa 0,4 niedrig bewertet. Allerdings sind die Margen des Unternehmens weiterhin schwach. Und ob dauerhaft robuste Gewinne möglich sind, ist unklar, da der Klimawandel künftig zu noch mehr Extremwetterereignissen an den Standorten des Konzerns führen könnte.
Wer hier einsteigt, sollte viel Risikofreude und einen langen Investitionshorizont mitbringen.
Ein ausführliches ECOreporter-Unternehmensporträt der Erlebnis Akademie können Sie hier lesen.
Erlebnis Akademie AG: ISIN DE0001644565 / WKN 164456
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