Wasserkraft bleibt die wichtigste nachhaltige Stromquelle. Aber Solar holt auf. / Foto: Verbund

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Erneuerbare werden zur weltweit wichtigsten Stromquelle

In diesem Jahr dürfte erstmals mehr Strom aus regenerativen Quellen als aus Kohle gewonnen werden. Das geht aus dem neuen Halbjahresbericht der Internationalen Energie-Agentur IEA hervor. Vor allem Solarstrom legt demnach deutlich zu.

Die IEA geht davon aus, dass Wind-, Solar-, Wasser- und andere grüne Kraftwerke in diesem Jahr etwa 11.630 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugen werden. Kohlemeiler sollen hingegen „nur“ knapp 10.900 TWh liefern. 2025 lagen Kohle und Erneuerbare noch gleichauf.

Die Energie-Agentur rechnet damit, dass die Schere 2027 noch weiter auseinandergehen und Grünstrom dann einen Gesamtmarktanteil von 37 Prozent haben wird. 2025 waren es 33 Prozent. Die wichtigsten Stromquellen neben Kohle und den Erneuerbaren sind Erdgas (etwa 7.000 TWh) und Atomkraft (knapp 2.900 TWh).

Solar überholt Wind

Unter den Erneuerbaren bleibt Wasserkraft die wichtigste Stromquelle, die IEA geht hier in diesem Jahr von mehr als 4.500 TWh aus. Solaranlagen (3.300 TWh) dürften 2026 erstmals mehr Energie liefern als Windkraftwerke (2.900 TWh). 

Das Problem aus nachhaltiger Sicht: Grünstrom wird zwar immer wichtiger, der Anlagenausbau reicht derzeit aber nicht aus, um den weltweit wachsenden Energiehunger zu stillen. Nach Berechnungen der IEA wird die globale Stromnachfrage in diesem Jahr um 3,6 Prozent steigen, 2027 wahrscheinlich um 3,8 Prozent. Die Folge: Grüne Kraftwerke liefern mehr Strom, die Produktion aus Kohle, Gas und Atomkraft sinkt aber vorerst kaum.

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