Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

ETF-Test: VanEck World Equal Weight ETF
Der VanEck Vectors Sustainable World Equal Weight ETF treibt, so das Versprechen auf seiner Website, "die Schaffung einer besseren Welt voran". ECOreporter hat geprüft, ob er diesem Anspruch gerecht wird. Wie streng geht der ETF bei der Aktienauswahl vor? Und kann er finanziell überzeugen?
Aufgelegt hat den ETF der US-Vermögensverwalter VanEck, der auch nicht-nachhaltige Investments anbietet, etwa in fossile Energie und Rüstungsgüter.
Finanzen/Risiko
Der ETF startete im Mai 2013. Auf ein Jahr gesehen hat er 9 Prozent an Wert gewonnen, der weltweite Aktienindex MSCI World stieg um 11,5 Prozent. Auf fünf Jahre gesehen liegt der ETF 63,7 Prozent im Plus, der MSCI World hat im gleichen Zeitraum um 86,7 Prozent zugelegt.
Die jährlichen Gebühren liegen mit 0,2 Prozent auf dem Niveau anderer ETFs. Der Kurs schwankte in den letzten drei Jahren deutlich. Die empfohlene Haltedauer liegt bei fünf, besser sieben Jahren.
Nachhaltigkeitskonzept
Der ETF investiert in 252 Aktien aus Nordamerika, Europa und Asien. Aus einer Region dürfen dabei maximal 40 Prozent der Aktien stammen. Der ETF bildet einen Index nach, den der Frankfurter Index-Anbieter Solactive im Auftrag von VanEck erstellt.
Die Nachhaltigkeitskriterien beruhen ausschließlich auf Ausschlüssen. Unternehmen werden entfernt, wenn sie gegen Normen verstoßen oder bestimmte Umsatzschwellen in kontroversen Geschäftsbereichen überschreiten. Die Notwendigkeit etwa für eine bestimmte Nachhaltigkeitsbewertung durch eine Ratingagentur gibt es nicht, ein Best-in-Class-Verfahren wird nicht angewandt.
Der ETF nannte sich ursprünglich VanEck Vectors Sustainable World Equal Weight ETF. Der Begriff "Sustainable", also "nachhaltig", musste in diesem Jahr wegen neuer EU-Regeln aus dem Namen gestrichen werden – der ETF ist nicht nachhaltig genug, um den Begriff verwenden zu dürfen.
Das "Equal Weight" im Namen des ETFs bedeutet, dass dieser alle Positionen im Portfolio etwa gleich gewichtet. Das soll verhindern, dass einzelne Aktien die Wertentwicklung des ETFs zu stark beeinflussen.
Ausschlusskriterien
Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen (beispielsweise Landminen oder Brandwaffen), Nuklearwaffen oder zivilen Schusswaffen beteiligt sind. Ebenfalls sind Unternehmen tabu, wenn sie gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen, wenn sie Tabakprodukte herstellen, Tierversuche für nicht-medizinische Zwecke durchführen lassen oder Geschäfte mit gentechnisch veränderten Organismen machen.
Die einzigen Ausschlüsse in Bezug auf fossile Energie sind, dass Unternehmen nicht mehr als 5 Prozent ihrer Umsätze mit Kohlebergbau oder der Förderung von Ölsanden machen dürfen. Die gleiche Umsatzschwelle gilt etwa für Geschäfte mit Alkohol, Pestiziden und Rüstung. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass hier allein die Ausschlusskriterien für ein nachhaltiges Portfolio sorgen sollen, sind das nur wenige Kriterien. Für fossile Stromerzeugung gibt es beispielsweise gar keine Beschränkungen. Eine ausführliche Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich. Ungewöhnlich ist, dass der ETF immer Geschäfte insgesamt ausschließt, ohne – etwa bei Waffen oder Alkohol – zwischen Herstellung und Vertrieb zu unterscheiden.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF
Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in.
Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.
...