Gebäude der Vereinten Nationen in New York. Der Amundi-ETF hält Aktien aus Industrie- und Schwellenländern. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: Amundi MSCI ACWI SRI Climate Paris Aligned UCITS ETF

Der Amundi MSCI ACWI SRI Climate Paris Aligned ETF investiert weltweit in Aktien von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern und bewertet dabei die allgemeine Nachhaltigkeit und die Klimabilanz. ECOreporter hat geprüft, wie streng die Kriterien des ETFs sind und ob er finanziell überzeugen kann.

Anbieter des ETFs ist der Finanzkonzern Amundi, eine Tochter der französischen Großbank Crédit Agricole. Seit Amundi 2021 den ebenfalls französischen Konkurrenten Lyxor geschluckt hat, ist das Unternehmen der größte ETF-Anbieter Europas. Amundi vertreibt auch nicht-nachhaltige ETFs, die in Öl, Kohle und Rüstung anlegen.

Breit aufgestellter Welt-ETF

Das "SRI" im Namen des ETFs steht für "Socially Responsible Investment", sinngemäß übersetzt etwa "Nachhaltige Geldanlage". Seit die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA 2025 neue Leitlinien für Fonds- und ETF-Namen erlassen hat, dürfen ETFs den Begriff SRI nicht mehr einfach so verwenden: 80 Prozent der Aktien müssen nach ökologischen, sozialen und ethischen Nachhaltigkeitskriterien (ESG) ausgewählt werden. Allerdings bedeutet das erst einmal nur, dass überhaupt ESG-Kriterien angewendet werden. Verbindliche Standards für eine gute ESG-Leistung gibt es nicht.

Der Begriff "Climate Paris Aligned" hingegen erinnert zwar an den ebenfalls geschützten Begriff "Paris Aligned Benchmark" (PAB). Tatsächlich ist er aber ein nicht regulierter Marketingslogan, mit dem keine Vorschriften verbunden sind. Trotzdem macht der Amundi-ETF Vorgaben an die Klimabilanz der investierten Unternehmen.

Der ETF ist der Schwester-ETF des Amundi MSCI World SRI Climate Paris Aligned ETF, den ECOreporter hier getestet hat. Der Unterschied ist für Laien zunächst kaum zu erkennen und liegt in der Breite der Investments. Ausgedrückt wird das durch das Kürzel ACWI, das für All Country World Index steht. Das bedeutet, dass dieser ETF anders als der World-Index nicht nur in Länder investiert, die nach Definition der Finanzbranche als Industrieländer gelten, etwa die USA, Deutschland oder Japan, sondern auch in Schwellenländer.

Weniger US-Aktien, dafür China-Investments

Es gibt keine allgemeingültige Definition dafür, was ein Schwellenland ist. Im Finanzsektor werden damit schnell wachsende Volkswirtschaften beschrieben, die sich im Übergang zum Industriestaat befinden, gleichzeitig aber etwa ein starkes Wohlstandsgefälle aufweisen. Dazu gehören Länder wie Brasilien, Chile, Südafrika, aber auch wirtschaftliche Schwergewichte wie China und Südkorea oder EU-Mitglieder wie Griechenland, Ungarn und Tschechien.

Der Amundi MSCI ACWI SRI ETF investiert in mehr Aktien als der Amundi MSCI World SRI. Außerdem dominieren zwar auch im ACWI-ETF Aktien aus den USA, mit 53 Prozent aber nicht ganz so stark wie im World-ETF mit mehr als 60 Prozent. Andererseits befinden sich im ACWI-ETF auch Aktien aus China, was nachhaltige Anlegerinnen und Anleger kritisch sehen können.

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