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Fisker kündigt drei neue E-Auto-Modelle an – wie riskant ist die Aktie?
Der US-Elektroautobauer Fisker will bald insgesamt vier Fahrzeugmodelle herstellen. Dabei läuft es schon beim ersten nicht wirklich rund.
Firmenchef Henrik Fisker, der früher Autos für BMW und Aston Martin designte, möchte in absehbarer Zeit die Serienproduktion dreier neuer Modelle starten. Der kleine SUV Fisker Pear soll in den USA nach Abzug von staatlichen Subventionen für etwas mehr als 22.000 Dollar zu haben sein, der Pickup Alaska für knapp 38.000 Dollar. Dazu kommt noch in kleinen Stückzahlen der Luxussportwagen Fisker Ronin – Verkaufspreis: mehr als 380.000 Dollar.
Fiskers Problem: Das Unternehmen schafft es bislang noch nicht, sein erstes Serienfahrzeug, den SUV Fisker Ocean, in größeren Stückzahlen herzustellen. Nachdem es in der Vergangenheit bereits einige Verzögerungen gegeben hatte, sollten im zweiten Quartal dieses Jahres über 8.000 Oceans ausgeliefert werden. Schlussendlich waren es kaum mehr als 1.000. Henrik Fisker begründet dies mit Lieferschwierigkeiten mehrerer Zulieferer.
Warum er ausgerechnet in solch einer schwierigen Situation gleich drei neue Modelle auf den Markt bringen will, erläuterte Fisker gegenüber dem „Handelsblatt“: „Das Zeitfenster, als Elektroautohersteller erfolgreich zu sein, schließt sich. In den kommenden beiden Jahren werden die größten Kuchenstücke des Automarkts verteilt. Wer dann nicht breit aufgestellt ist, hat das Rennen verloren.“
Fisker lässt den Ocean beim österreichischen Auftragsfertiger Magna Steyr herstellen. Die drei neuen Modelle werden möglicherweise in einem Werk des taiwanesischen Konzerns Foxconn im US-Bundesstaat Ohio zusammenmontiert – allerdings wahrscheinlich erst ab 2025.
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An der Börse bleiben die Investoren skeptisch. Die Fisker-Aktie verliert seit Ende 2021 fast durchgehend an Wert, im Jahresvergleich notiert sie 47 Prozent im Minus. Gestern kostete sie im Tradegate-Handel 5,43 Euro (7.8.2023, 15:22 Uhr).
ECOreporter sieht bei Fisker grundsätzlich bessere Aussichten als bei den meisten anderen E-Auto-Start-ups, nicht zuletzt wegen der Partnerschaft mit dem erfahrenen Fertiger Magna Steyr. Allerdings leidet Fisker wie alle jungen Elektroautobauer darunter, dass Material weiterhin knapp ist und der Marktführer Tesla in den letzten Monaten durch massive Preissenkungen den Wettbewerbsdruck erheblich erhöht hat.
Hinzu kommen jetzt sehr ambitionierte Wachstumspläne, die sich ein wenig nach Torschlusspanik anhören. Noch ist nicht einmal klar, ob der Ocean sich am Markt durchsetzen kann. Vor diesem Hintergrund ist die Fisker-Aktie derzeit nach Einschätzung der Redaktion ein Investment mit deutlich erhöhtem Risiko. Keine Option für defensive Anlegerinnen und Anlegern.
Einen Überblick über die E-Auto-Branche finden Sie in den ECOreporter-Dossiers Tesla, BYD, Polestar: 20 Elektroauto-Aktien im Crash-Test und Junge Elektroauto-Aktien: Totalschaden im Depot?
Fisker Inc.:
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05.03.26
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