Sto bietet unter anderem Dämmstoffe und Fassadenfarben an. Regnet es viel, können die Produkte nicht angebracht werden. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Flaute im Baugewerbe: Sto erzielt weniger Umsatz

Der Dämmstoff- und Farbenkonzern Sto leidet weiterhin unter der Baukrise, aber auch unter schlechtem Wetter. Seine Jahresziele will das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Stühlingen aber dennoch erreichen.

Im ersten Quartal 2024 ging der Umsatz um 5,9 Prozent zum Vorjahr auf 340,5 Millionen Euro zurück. Als Grund nennt Sto neben ungünstigen Witterungsverhältnissen vor allem im Januar die „spürbare Investitionszurückhaltung im Baugewerbe“. Weil gleichzeitig die Tariflöhne stiegen, lag der Quartalsverlust über dem Vorjahreswert – konkrete Zahlen nennt Sto hier bislang nicht.

In den ersten Monaten eines Jahres erzielt der Konzern für gewöhnlich saisonal bedingt keinen Gewinn. Die Beschaffungs- und Energiepreise bewegten sich nach Angaben des Managements im letzten Quartal auf einem stabilen, insgesamt aber weiterhin hohen Niveau.

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Für das Gesamtjahr 2024 geht Sto „trotz großer Herausforderungen insbesondere im deutschen Markt“ unverändert von 1,79 Milliarden Euro Umsatz aus. Der Vorsteuergewinn soll zwischen 113 und 138 Millionen Euro liegen. 2023 hatte Sto bei einem Umsatz von 1,72 Milliarden Euro einen Vorsteuergewinn von 127 Millionen Euro erzielt.

Die Sto-Aktie befindet sich seit Oktober 2023 in einer Aufwärtsbewegung. Heute ist sie mit einem Plus von 0,9 Prozent und einem Preis von 166,60 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 10.5.2024, 10:35 Uhr). Auf drei Monate gesehen hat sie 13 Prozent zugelegt. Vor allem 2022 war der Kurs stark eingebrochen, auf drei Jahre betrachtet ist die Aktie nur knapp 1 Prozent im Plus. Langfristig hat sie sich gut entwickelt, auf fünf Jahre beträgt der Wertzuwachs 73 Prozent.

Die Aktie ist niedrig bewertet

Mitte März hatte Sto wegen der Krise im Baugewerbe seine mittelfristige Prognose nach hinten verschoben. Das Ziel eines Umsatzes von 2,1 Milliarden Euro und einer Umsatzrendite von 10 Prozent vor Steuern werde nun erst 2027 statt wie ursprünglich geplant 2025 erreicht, erklärte das Unternehmen. 2025 rechnet Sto nun mit einem Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro und einer Umsatzrendite vor Steuern von 7,6 bis 9,2 Prozent. Um weiter zu wachsen, will der Konzern seine internationale Präsenz weiter ausbauen – Anfang April übernahm Sto seinen exklusiven neuseeländischen Vertriebspartner Stoanz.

ECOreporter sieht nach wie vor Potenzial bei der Sto-Aktie, die Jahreszahlen für 2023 waren solide. Bis auf Weiteres bleiben aber erhöhte Risiken. Für einen Einstieg sprechen das niedrige erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 5 und die Dividende. Sto möchte für das Geschäftsjahr 2023 eine zum Vorjahr unveränderte Gesamtdividende von 5,00 Euro je Aktie ausschütten. Das entspricht beim aktuellen Börsenkurs einer hohen Dividendenrendite von 3 Prozent.

Lesen Sie auch unser Dossier Nachhaltige Dämmstoff-Aktien – wo sich ein Einstieg weiter lohnen kann.

Sto SE & Co. KGaA: ISIN DE0007274136 / WKN 727413

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