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Fonds Klimavest nimmt französischen Solarpark in Betrieb
Die Commerzbank-Tochter Commerz Real hat für ihren Fonds Klimavest den Solarpark Amance im Osten Frankreichs ans Stromnetz angeschlossen.
Der Park in der Nähe der Stadt Troyes im Departement Aube ist 42 Hektar groß, hat ein Leistungsvermögen von 47 Megawatt peak und kann rechnerisch den Strombedarf von rund 11.000 Haushalten decken. Der Klimavest hatte den Solarpark im März 2025 als baureifes Projekt vom Erneuerbare-Energien-Unternehmen BayWa r.e. France SAS, einer Tochter der Münchner BayWa-Gruppe, erworben. BayWa r.e. France hat den Park errichtet und kümmert sich auch um die technische und kaufmännische Betriebsführung.
Schafe ersetzen den Gärtner
Der Solarpark dient laut Commerz Real gleichzeitig als Weidefläche für einen lokalen Schafzüchter. Schon vor dem Bau sei in Abstimmung mit dem Züchter und einer Agrarexpertin der BayWa r.e. eine entsprechende Saat ausgebracht worden, und der Schattenwurf der ersten errichteten Module habe in den Sommermonaten „eine satte Weide gedeihen lassen, die unter freier Sonne zu dieser Jahreszeit nicht überdauern könnte“. Commerz Real und BayWa r.e. stellen dem Schafzüchter eigenen Angaben zufolge auch Viehtränken, Zäune und Fahrzeuge zur Verfügung, um die Fläche zu bewirtschaften. Im Gegenzug übernimmt der Züchter mit seiner Schafherde die Grünpflege der Anlage.
„Die planmäßige Inbetriebnahme des Solarparks Amance bestätigt unsere Strategie, in ausgereifte Projekte mit zuverlässigen Partnern zu investieren“, sagt Michael Henn, Global Head of Green Deal Infrastructure bei Commerz Real. „Frankreich zeichnet sich als bewährter Markt für Erneuerbare-Energien-Investments mit attraktiven Rahmenbedingungen aus.“
Mit dem neuen Solarpark erweitert der Klimavest seinen Bestand an Erneuerbare-Energien-Anlagen in Europa. Der European Long Term Investment Fund (ELTIF) verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 1,7 Milliarden Euro. Neben mehr als 40 Windkraft- und Photovoltaik-Projekten in sechs Ländern ist der Klimavest auch am Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion beteiligt und prüft Investmentmöglichkeiten im Bereich Energiespeicher (ECOreporter berichtete hier).
Die Redaktion hat den Klimavest zuletzt 2023 hier ausführlich analysiert. Damals war der Fonds noch auf Wind- und Solarprojekte beschränkt.
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