Der hep-ELTIF will das Geld der Anlegerinnen und Anleger auf drei Kontinenten investieren. / Foto: HEP Kapitalverwaltung AG

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Unabhängige Analyse: Wie attraktiv ist der hep solar Invest ELTIF?

Der Fonds hep solar Invest plant, in Solar- und Speicherprojekte in Europa, Nordamerika und Japan zu investieren. Die Projekte können sich in allen Phasen befinden, von der Planung über den Bau bis hin zum Betrieb. Eine Beteiligung an dem ELTIF ist ohne Mindestanlagebetrag möglich. Der Erstausgabepreis pro Anteil beträgt 100 Euro. ECOreporter hat das grüne Beteiligungsangebot analysiert.

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Der europäische langfristige Investmentfonds (ELTIF) hep solar Invest kann direkt oder indirekt in Photovoltaik- und Energiespeicher investieren. Initiator und Anlageberater des Fonds ist die HEP Kapitalverwaltung AG. Die Projekte des Fonds können von Dritten oder von Unternehmen aus dem hep-global-Konzern erworben werden.  

Umfangreiche hep-Projektpipeline

Derzeit verfügt hep nach eigenen Angaben über eine Entwicklungspipeline von 4.696 Megawattpeak (MWp) mit Projekten in unterschiedlichen Reifestadien (Stand: 2.9.2025). Davon befinden sich ca. 45 Prozent in Europa, 35 Prozent in Nordamerika und 20 Prozent in Japan. Die Pipeline beinhaltet laut hep auch rund 800 MWp an Projekten, die in den kommenden zwei Jahren baureif werden sollen.

Der ELTIF ist ein Teilfonds des luxemburgischen alternativen Investmentfonds „hep Umbrella Fonds“. Verwaltungsgesellschaft und alternativer Investmentfondsmanager (AIFM) dieses im Juli 2025 in Luxemburg gegründeten Umbrella-Fonds ist die Hansainvest Lux S.A., die zur Signal Iduna Gruppe gehört. Die Teilfonds bilden jeweils einen separaten Teil des Vermögens des Umbrella-Fonds. Der ELTIF ist der erste und bislang einzige Teilfonds des Umbrella-Fonds. Das prospektierte Anlageziel des ELTIF ist die Erwirtschaftung langfristig wettbewerbsfähiger Renditen sowie eines kontinuierlichen Wertzuwachses für die Anlegerinnen und Anleger.

Fondsinitiator

Initiator des Fonds ist die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen in Baden-Württemberg. Sie wurde von der Verwaltungsgesellschaft als Anlageberater des Fonds ernannt. Der Anlageberater unterbreitet der Verwaltungsgesellschaft Empfehlungen für Vermögensgegenstände im Rahmen der Anlagestrategie des ELTIF. Die Verwaltungsgesellschaft trifft laut Prospekt (Stand: Juli 2025) die endgültige Entscheidung über eine Anlage nach eigenem Ermessen, unter Berücksichtigung der Anlagestrategie.

Die HEP-Gruppe, die inzwischen unter der Dachmarke hep solar auftritt, ist seit 2008 im Bereich Solarenergie tätig und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über den Bau bis hin zum Betrieb und der Finanzierung von Solarparks ab. Zum Jahresende 2024 wurden die Gesellschaften aus dem Bereich Investments – darunter die HEP Kapitalverwaltung AG – von der hep global GmbH an die Green Sun Investments Holding GmbH veräußert. Mittelbare Gesellschafter des Verkäufers hep global GmbH sind mit jeweils rund 27,3 Prozent Anteil Christian Hamann, Thorsten Eitle und Thomas Kusterer. Hamann und Eitle, die hep 2009 offiziell gegründet haben, sowie Kusterer halten auch jeweils rund 27,3 Prozent der Anteile an der Green Sun Investments Holding GmbH.

Die von der HEP Kapitalverwaltung AG verwalteten Fonds sollen laut hep als mögliche Käufer von im Konzern der hep global GmbH entwickelten Solarprojekten bestehen bleiben. „HEP-Gruppe“ bezeichnet den hep global-Konzern, zu dem auch der Projektentwickler hep energy GmbH gehört, die Green Sun Investments Holding GmbH, die hep yolar GmbH, die individuelle Photovoltaiklösungen (insbesondere große Dachanlagen) für Unternehmen anbietet, und ihre jeweiligen verbundenen Unternehmen, einschließlich aller Investmentvehikel und der verwalteten Fonds.

Leistungsbilanz


Die HEP-Gruppe ist seit 2008 im Solarbereich aktiv und hat auch mehrere Publikums-AIFs auf den Markt gebracht. / Foto: HEP Kapitalverwaltung AG

Die HEP Kapitalverwaltung AG besitzt seit 2018 die BaFin-Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschaft und hat mehrere Fonds aufgelegt, die sie verwaltet. Darunter sind insbesondere drei Publikums-AIFs, die zwischen 2019 und 2022 auf den Markt kamen und in Solarprojekte in den USA (Schwerpunkt) und Japan investierten. Eine detaillierte Leistungsbilanz hat die HEP Kapitalverwaltung AG im Januar 2024 veröffentlicht. Gemäß dieser Leistungsbilanz waren die Ausschüttungen bei den Fonds – inklusive der vor 2018 aufgelegten Altfonds – weit überwiegend plangemäß. Eine im März 2025 veröffentliche Fonds-Kurzübersicht zeigt negative Abweichungen bei einem Publikums-AIF, der hauptsächlich in Solarprojekte in den USA investierte.

Der Konzern der hep global GmbH verzeichnete für 2024 einen Umsatzrückgang, der zu einem Verlust und einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag führte. Hauptursächlich hierfür waren nach hep-Angaben die Verschiebung geplanter Erlöse aus dem Verkauf von in der Entwicklung befindlichen US-Projekten. Da neben dem Transaktionsvolumen auch das Fonds-Platzierungsvolumen und damit die Provisionserträge unter der Prognose blieben, schloss auch die HEP Kapitalverwaltung AG das Geschäftsjahr 2024 mit einem Fehlbetrag ab. Gemäß den Angaben auf ihrer Internetseite betreut die HEP Kapitalverwaltung AG derzeit rund 6.700 Anlegerinnen und Anleger und verwaltet 660 Millionen Euro an Assets under Management (AUM).

Kapitalstruktur des Fonds

Innerhalb von zwölf Monaten nach Fondszulassung muss der Nettoinventarwert des Fonds den Mindestbetrag von 1,25 Millionen Euro erreicht haben. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist grundsätzlich nicht beschränkt.

Die Kreditaufnahme darf nicht über 50 Prozent des Nettoinventarwerts des Fonds hinausgehen. Diese Obergrenze gilt nach Ablauf von drei Jahren nach Vertriebsbeginn. Neben der direkten Aufnahme von Fremdkapital kann der Fonds auch indirekt sein Fremdkapitalvolumen erhöhen, beispielsweise durch Wertpapiere oder in Derivate eingebettete Hebelfinanzierungen. Zudem können auch Zielfonds, in die der ELTIF investiert, Kredite aufnehmen oder sich an Investitionen mit stark fremdfinanzierten Kapitalstrukturen beteiligen.

Anteilsklassen

Für den Fonds werden laut Prospekt vom Juli 2025 zum aktuellen Zeitpunkt die fünf Anteilsklassen hep solar Invest ELTIF R, hep solar Invest ELTIF A, hep solar Invest ELTIF SP, hep solar Invest ELTIF I1 und hep solar Invest ELTIF I2 ausgegeben. Alle fünf Anteilsklassen sind ausschüttend.

Die Anteilsklassen hep solar Invest ELTIF R (ISIN: LU3053689975) und hep solar Invest ELTIF A (ISIN: LU3053689546) haben keinen Mindestanlagebetrag und sind sparplanfähig ab 25 Euro. Bei der Anteilsklasse hep solar Invest ELTIF SP (ISIN: LU3053690049) beträgt der Mindestanlagebetrag 100.000 Euro, bei der Anteilsklasse hep solar Invest ELTIF I1 (ISIN: LU3053689629) 1 Million Euro und bei der Anteilsklasse hep solar Invest ELTIF I2 (ISIN: LU3053689892) 5 Millionen Euro. Bei der letzten Anteilsklasse handelt es sich nicht um Inhaberanteile, sondern um Namensanteile.

Kosten

Die Gesamtkosten für die Gründung des ELTIF belaufen sich laut Prospekt auf bis zu 500.000 Euro. Bei allen fünf Anteilsklassen beträgt der Ausgabeaufschlag (Agio, zugunsten der Vertriebstellen) bis zu 5 Prozent des Fondsanteilwertes. Bei Erwerb und Veräußerung eines Transaktionsgegenstandes durch den Fonds hat der Anlageberater einen Anspruch auf eine Transaktionsgebühr von bis zu 1,5 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens der jeweiligen Investition zuzüglich etwaiger Steuern.

Die Anteilsklassen unterscheiden sich hinsichtlich der jährlichen Vergütung für den Anlageberater, die prozentual vom durchschnittlichen Bruttofondsvermögen abhängt. Bei der Anteilsklasse R beträgt die Vergütung bis zu 1,8 Prozent, bei A 1,3 Prozent, bei SP 1,7 Prozent, bei I1 1,6 Prozent und bei I2 1,5 Prozent. Vom durchschnittlichen Bruttofondsvermögen sind auch die jährlichen Vergütungen für die Fondsverwaltung durch die Verwaltungsgesellschaft (bis zu 0,17 Prozent, aber mindestens 75.000 Euro pro Jahr) und für die Verwahrstelle (bis zu 0,03 Prozent, aber mindestens 20.000 Euro) abhängig.

Über die Gesamtlaufzeit des Fonds wird laut Prospekt insgesamt eine durchschnittliche Gesamtkostenquote von bis zu 2,5 Prozent des durchschnittlichen Nettoinventarwerts angestrebt. Hierbei werden Kosten auf Ebene von Zielfonds nur berücksichtigt, wenn diese konsolidiert offengelegt werden.

Laufzeit

Die Laufzeit des ELTIF endet am 30. Juni 2124. Die Mindesthaltedauer der Fondsanteile beträgt zwei Jahre nach der Ausgabe der betreffenden Anteile. Anlegerinnen und Anleger können – auch schon vor Ablauf der Mindesthaltedauer – einen Antrag auf Rücknahme ihrer Fondsanteile stellen. Der unwiderrufliche Antrag muss mindestens zwölf Monate vor dem jeweiligen Rücknahmetag erfolgen. Der Rücknahmepreis entspricht dem Anteilwert an dem jeweiligen Rücknahmetag. Der Gesamtbetrag der Rücknahmen wird zum Quartalsende auf 50 Prozent der frei verfügbaren liquiden Anlagen des Fonds begrenzt. 

Die Verwaltungsgesellschaft hat die Anteile des Fonds nicht zum Handel an einer Börse zugelassen. Sie kann den Umbrella-Fonds insgesamt oder einen seiner Teilfonds in ihrem alleinigen Ermessen auflösen. Die Entscheidung zur Auflösung des Fonds kann beispielsweise getroffen werden, wenn verschlechterte Marktbedingungen zu einer erheblichen Senkung des Nettoinventarwerts führen könnten oder wenn das Fondsvolumen zu gering für eine wirtschaftlich effiziente Fondsverwaltung ist.

Ausschüttungen


Der ELTIF strebt Jahresrenditen von 5 bis 6 Prozent an. / Foto: HEP Kapitalverwaltung AG

Die derzeit fünf Anteilsklassen des Fonds sind allesamt ausschüttend. Laut Prospekt wird erwartet, dass in den ersten Jahren nach der Fondsgründung keine Erträge erzielt werden, da der Fonds im Einklang mit der an langfristigen Investitionen orientierten Anlagestrategie eines ELTIF zunächst auf den Aufbau von Vermögenswerten ausgerichtet sei.

Die erzielbaren Erträge, Ausschüttungen und Renditen werden voraussichtlich insbesondere davon abhängen, ob die Photovoltaik- und Speicherprojekte erfolgreich entwickelt, errichtet, betrieben und/oder verkauft werden können. Der Anlageberater HEP Kapitalverwaltung AG erwartet gemäß den Angaben auf seiner Internetseite (Abruf: 8.9.2025) eine Rendite für die Anlegerinnen und Anleger des Fonds von 5 bis 6 Prozent pro Jahr.

Die Performance-Szenarien, die im Basisinformationsblatt (BIB, Stand: 26.6.2025) enthalten sind, zeigen auf Basis von Vergangenheitswerten einige der vielen möglichen künftigen Verläufe auf. Beispielsweise ergibt sich im BIB im mittleren Szenario bei einer Haltedauer von fünf Jahren eine jährliche Durchschnittsrendite von 15,3 Prozent. Dieses Szenario ergab sich bei einer Anlage zwischen Januar 2018 und Januar 2023. In diesem Zeitraum haben Solarprojekte oftmals deutlich an Wert gewonnen, da sich das Strompreisniveau kräftig erhöht hatte. Da die künftigen Entwicklungen ungewiss sind und noch keine Investitionen des Fonds feststehen, sind deutliche Abweichungen von der Renditeerwartung und den Szenarien möglich.

Der Anlageberater erhält zusätzlich eine erfolgsabhängige Vergütung von 25 Prozent des Betrags, um den der Fondsanteilswert am Ende einer Abrechnungsperiode den nach einer Formel berechneten Betrag übersteigt. Vereinfacht dargestellt muss der Wertzuwachs die Summe aus Mindestwertzuwachs (Hurdle Rate) von 4 Prozent und dem 12-Monats-Euribor-Zinssatz (aktuell rund 2,2 Prozent) übersteigen, damit der Anlageberater an dem über 6,2 Prozent hinausgehenden Wertzuwachs beteiligt wird. Dabei werden etwaige Anteilswertrückgänge aus den vorherigen bis zu fünf Abrechnungsperioden berücksichtigt und müssen durch Wertzuwächse kompensiert werden, bevor eine Erfolgsvergütung möglich ist.

Investitionen

Der ELTIF strebt laut Prospekt ein risikogemischtes Portfolio mit mehreren, über zwischengeschaltete Akteure oder Zielfonds gehaltenen Infrastrukturanlagen im Bereich Photovoltaik und Energiespeicher an. Zu den Infrastrukturanlagen zählen auch alle Investitionen, die mit den Solaranlagen und Energiespeichern im Zusammenhang stehen, wie beispielsweise Immobilien, die jeweilige Landfläche, auf dem die Anlagen installiert werden, oder Umspannwerke. Der Fonds kann auch in Energiespeicher investieren, die nicht mit Solaranlagen in Zusammenhang stehen.

Die Solaranlagen und Energiespeicher, bei denen es sich nach Angaben des Anlageberaters voraussichtlich um Batteriespeicher handeln wird, können entweder von Dritten oder Mitgliedern der HEP-Gruppe erworben werden. Die Anlagen können sich in allen Phasen der Entwicklung befinden, von der Planung über den Bau und die Errichtung bis hin zum Betrieb. Die Verwaltungsgesellschaft ist berechtigt, freiwerdende Mittel aus der Veräußerung von Anlagen erneut zu investieren.

Spätestens nach Ablauf der fünfjährigen Portfolioaufbauphase muss der Fonds sein Kapital zu mindestens 55 Prozent in Infrastrukturanlagen und zu maximal 45 Prozent in liquide Anlagen investiert haben. Der ELTIF kann direkt oder indirekt investieren, indem er beispielsweise Anleihen zeichnet, Kredite gewährt oder Anteile an Zielfonds zeichnet. Der ELTIF darf nach Ablauf der Portfolioaufbauphase jeweils höchstens 20 Prozent seines Fondskapitals in einen einzigen Zielfonds investiert haben.

Bei den Zielfonds kann es sich um Fonds handeln, die von der HEP Kapitalverwaltung AG verwaltet oder beraten werden. Zielfonds könnten beispielsweise hep-Spezial-AIFs sein, die jeweils in Solarprojekte in einem Land investieren. Der ELTIF darf laut Prospekt in Anlagen und/oder Unternehmen investieren, deren Standorte und/oder Gesellschaftssitze sich in Europa, Japan, Kanada und USA befinden.

Noch Anfang 2024 entwickelte hep solar Solarprojekte hauptsächlich in den USA. In den letzten Jahren hat hep aber die Projektentwicklung in Deutschland sukzessive auf- und ausgebaut. Seit 2023 ist hep zudem in Polen aktiv, 2025 erfolgte der Markteintritt in Italien. Die Projekte der aktuellen Entwicklungspipeline von 4.696 MWp befinden sich laut hep zu ca. 45 Prozent in Europa, 35 Prozent in Nordamerika (USA und Kanada) und 20 Prozent in Japan.

Die Pipeline beinhaltet hep zufolge auch rund 800 MWp an Projekten, die in den kommenden 24 Monaten baureif werden sollen. Investitionen des ELTIF stehen kurz nach Vertriebsstart noch nicht fest. Der ELTIF wird laut hep voraussichtlich zunächst vor allem in Europa investieren, aber auch in Nordamerika und Japan. 

Ökologische Wirkung

Der hep solar Invest ELTIF verfolgt ein nachhaltiges Anlageziel gemäß Artikel 9 der EU-Verordnung SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation). Umweltziele des Fonds im Sinne der Taxonomie-Verordnung sind Klimaschutz, Reduktion der CO2-Emissionen und Ressourceneffizienz bei der Nutzung von Energie. Zum Ende der Portfolioaufbauphase soll der ELTIF gemäß den Anlagegrenzen mindestens 80 Prozent seines Bruttofondsvermögens direkt oder indirekt in Vermögenswerte investiert haben, welche die Anforderungen an nachhaltige Investitionen erfüllen. Für bis zu 20 Prozent des Bruttofondsvermögens gelten keine Nachhaltigkeitsanforderungen. Darunter fallen laut Prospekt Instrumente, die für Liquiditäts- oder Absicherungszwecke eingesetzt werden.

Mit dem Fondskapital wird voraussichtlich hauptsächlich die Entwicklung und der Bau von Solaranlagen finanziert, sodass eine deutlich positive ökologische Wirkung zu erwarten ist. Zudem sind Investitionen in Batteriespeicher vorgesehen. Ein starker Zubau von Solaranlagen und Windenergieanlagen führt zu einer zunehmend schwankenden Stromproduktion. Stromspeicher können überschüssige Energie in Zeiten reduzierter Nachfrage (oder Überangebot) aufnehmen und gespeicherte Energie bei erhöhtem Bedarf freisetzen. Der Ausbau von Batteriespeichern unterstützt daher den weitgehenden Umstieg auf Erneuerbare Energien im Strombereich und hat somit eine positive ökologische Wirkung.

Risiko

Der Fonds investiert voraussichtlich hauptsächlich in die Entwicklung und den Bau von Solarparks und Batteriespeichern. In Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Auch noch in späteren Entwicklungs- und in Bauphasen, in denen in der Regel bereits hohe Kosten angefallen sind, können Projekte noch scheitern. Es ist auch möglich, dass bereits entwickelte Projekte nicht mehr wirtschaftlich realisiert werden können, weil zwischenzeitlich die Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.

Für den Fonds besteht das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen in seinen (mittelbaren) Investitions-Ländern ungünstig entwickeln. Es können sich politische Mehrheiten bilden bzw. bereits bestehen, die den Zubau an Solarparks abbremsen wollen. Dies gilt derzeit insbesondere für die USA auf Bundesebene. Aber auch in Deutschland plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Veränderungen, die zu schlechteren Rahmenbedingungen für geplante neue Solaranlagen führen können. Bei (mittelbaren) Investitionen in den Zielmärkten USA, Kanada, Japan und Polen können zudem Wechselkursrisiken bestehen.

Während der Betriebsphase von Solaranlagen bestehen beispielsweise die Risiken, dass sich die erzielbaren Strompreise verringern, Wartungskosten erhöhen, Qualitätsmängel an den Anlagen auftreten und Vertragspartner ausfallen. Bei Solar- und Batteriespeicherprojekten, die vor oder nach der Errichtung verkauft werden, kann das Fondskapital in neue Projekte mit dementsprechend weiteren Entwicklungs- und Baurisiken fließen. Der ELTIF ist der erste Publikumsfonds der HEP Kapitalverwaltung AG, bei dem konzeptionsgemäß auch Batteriespeicherprojekte ein Investitionsziel sind, sodass diesbezüglich noch keine Leistungsnachweise vorliegen.

Grundsätzlich besteht auch beim Ankauf von Solarprojekten und Solarprojektrechten das Risiko, dass es zu Fehleinschätzungen hinsichtlich deren Werthaltigkeit kommt. Der Anlageberater des ELTIF, die HEP Kapitalverwaltung AG, ist Teil der HEP-Gruppe und kann Fonds selbst auflegen und verwalten, die Zielfonds des ELTIF werden können. Diese Zielfonds investieren laut Prospekt insbesondere in Projekte, bei denen Unternehmen von hep global als Projektentwickler tätig sind. Aufgrund dieser Verflechtungen besteht ein Potenzial für Interessenskonflikte. Zudem könnte sich ein möglicher Ausfall von Projektentwicklern oder anderen Vertragspartnern negativ auf die Zielfonds und damit den ELTIF auswirken. Der Portfoliomanager und die Verwahrstelle sind jeweils ein verbundenes Unternehmen der Verwaltungsgesellschaft, sodass nicht ausgeschlossen ist, dass sich Interessenskonflikte ergeben.

Es besteht das Risiko, dass für den ELTIF nicht ausreichend Kapital eingeworben wird, um eine breite Risikostreuung über zahlreiche Zielfonds und Solar- und Batteriespeicherprojekte in mehreren Ländern erreichen zu können. In der Folge könnte das Risiko bestehen, dass bereits einzelne gescheiterte Projektentwicklungen größere negative Auswirkungen auf die Wertentwicklung der Fondsanteile haben könnten. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass Anlegerinnen und Anleger ihr eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren.

Stärken

  • Sehr erfahrene HEP-Gruppe
  • Streuung der Investitionen über zahlreiche Solar- und Batteriespeicherprojekte geplant
  • Diversifizierung über mehrere Länder auf drei Kontinenten geplant
  • Umfangreiche Projektpipeline von hep solar

Schwächen

  • Projektentwicklungs- und Baurisiken
  • Investitionen stehen noch nicht fest
  • Potenzial für Interessenskonflikte

Chancen

  • Steigende Strompreise
  • Verkaufserlöse für Projekte höher als kalkuliert
  • Wechselkursentwicklung

Risiken

  • Steigende Material- und Baukosten
  • Verkaufserlöse für Projekte geringer als kalkuliert
  • Wechselkursentwicklung


Fazit:

Finanziell

Der hep solar Invest ELTIF investiert mittelbar voraussichtlich hauptsächlich in die Entwicklung und den Bau von Photovoltaikprojekten und Batteriespeichern. Zielmärkte sind überwiegend Länder, in denen hep bereits über langjährige Erfahrungen und eine umfangreiche Projektentwicklungspipeline verfügt. Investitionen können in allen Projektphasen erfolgen, von der Planung bis zum Betrieb. Auch ist in der Anlagestrategie nicht festgelegt, ob und zu welchen Zeitpunkten der Fonds Projekte oder Zielfondsanteile verkauft. Hier kommt es darauf an, dass der Anlageberater und die Verwaltungsgesellschaft, die beide sehr erfahren sind, die Marktentwicklung und Verkaufszeitpunkte richtig einschätzen.

Bei einem langjährigen Betrieb von Solaranlagen sind Renditechancen und Risiken in der Regel geringer als bei einem mehrfach wiederholten Zyklus aus Entwicklung, Bau und Verkauf. Batteriespeicher können die Wirtschaftlichkeit von Solarprojekten erhöhen. Die künftige Renditeentwicklung ist zudem voraussichtlich insbesondere von der Entwicklung der Rahmenbedingungen (z. B. Politik, Zinsniveau, Strompreise, Baukosten) abhängig.

Nachhaltigkeit

Das Fondskapital finanziert voraussichtlich hauptsächlich die Entwicklung und den Bau von Solarparks und Batteriespeichern. Solaranlagen produzieren Strom umweltfreundlich, und Batteriespeicher können dafür sorgen, dass der produzierte Solarstrom bedarfsgerecht und vollständig genutzt werden kann. Daher hat eine solche Anlagenkombination positive ökologische Nachhaltigkeitswirkungen.

ECOreporter-Empfehlung

Der hep solar Invest ELTIF plant, in mehreren etablierten Solarmärkten zu investieren, in denen die HEP-Gruppe bereits über einen guten Marktzugang verfügt. Der Fonds bietet Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, sich schon mit kleinen Beträgen an einem potenziell breit gestreuten Anlagen-Portfolio mit Fokussierung auf Nachhaltigkeit zu beteiligen.


Basisdaten

Verwaltungsgesellschaft und alternativer Investmentfondsmanager (AIFM): Hansainvest LUX S.A., Luxemburg
Fonds: hep solar Invest ELTIF, Luxemburg
Fondsinitiator und Anlageberater: HEP Kapitalverwaltung AG, Güglingen
Verwahrstelle: Donner & Reuschel Aktiengesellschaft (Hamburg), Zweigniederlassung Luxemburg
Portfoliomanager: Donner & Reuschel Luxemburg S.A., Luxemburg
Vertriebsstelle: HEP Vertrieb GmbH, Güglingen
Fondsaufsicht: CSSF (luxemburgische Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor)

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