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fox e-mobility: Immer noch kein Geld – Aktie gewinnt trotzdem 20 %
Der Elektroautobauer fox e-mobility muss weiter auf eine dringend benötigte Finanzspritze aus den USA warten. Warum legt die Aktie dennoch deutlich zu?
Im April hatte fox e-mobility mitgeteilt, eine US-Tochter der südkoreanischen Yangji Investment Group wolle ein Darlehen über insgesamt 10 Millionen Euro an fox e-mobility vergeben. Bis heute ist die erste Tranche von 2 Millionen Euro allerdings nicht in Düsseldorf angekommen. Nachdem sich die Zahlung mehrfach verzögert hatte, trafen sich Manager beider Unternehmen im September in Frankfurt und vereinbarten eine Überweisung im Oktober.
fox e-mobility teilt nun mit, Yangji habe den Termin wegen „nicht vorhersehbarer Verzögerungen in Korea für Auslandsinvestitionen“ nicht einhalten können. Die Direktoren von Yangji hätten sich aber schriftlich dazu verpflichtet, am 3. November eine erste Teilzahlung und am 16. November eine zweite zu leisten, jeweils im Umfang von 1 Million Euro. Die übrigen 8 Millionen Euro sollen „in einem mit fox e-mobility abgestimmten Zahlungsplan investiert werden“.
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Die Aktie von fox e-mobility ist heute mit einem Plus von 20 Prozent in den Handel an der Düsseldorfer Börse gestartet, aktuell kostet sie 0,1125 Euro (Stand 31.10.2023, 8:27 Uhr). Einige Anlegerinnen und Anleger gehen möglicherweise davon aus, dass das Geld von Yangji nun tatsächlich überwiesen wird. Zudem ist die Aktie wegen ihres niedrigen Kurses bereits seit Jahren ein Spekulationsobjekt – jede Unternehmensmeldung sorgt für gewöhnlich für deutliche Kursbewegungen, die rational teils nicht erklärbar sind. Langfristig ist die Aktie sehr schlecht gelaufen: Auf drei Jahre gesehen hat sie 91 Prozent eingebüßt. Zu ihren besten Zeiten kostete sie fast 2,90 Euro.
ECOreporter rät weiterhin von einem Einstieg in die Aktie ab. fox e-mobility hat große finanzielle Schwierigkeiten und braucht mutmaßlich das Geld von Yangji, um den Geschäftsbetrieb wie geplant fortführen zu können.
Das Unternehmen möchte sein erstes Serienfahrzeug, den elektrischen Kleinwagen Mia 2.0, nach letztem Planungsstand ab 2025 verkaufen. Wie gut die Marktchancen des Mia 2.0 sind, ist unklar.
Laut dem letzten veröffentlichten Halbjahresbericht erzielte fox e-mobility von Januar bis Juni 2022 einen Nettoverlust von 1 Million Euro. Die Firma erwirtschaftet noch keine nennenswerten Umsätze. Der überfällige Jahresfinanzbericht 2022 ist wegen der finanziellen Schieflage bisher nicht veröffentlicht worden.
Aus fox e-mobility soll Foxmia werden
Im Rahmen von Konzernumbauten will sich fox e-mobility in Foxmia umbenennen, von einer deutschen zu einer irischen Aktiengesellschaft (Plc) werden und Tochtergesellschaften in Irland, Deutschland und Großbritannien gründen. Die Unternehmensleitung kommt damit Forderungen von Geldgebern nach. Das operative Geschäft soll weiterhin von München aus gesteuert werden.
In seinem Bestätigungsvermerk des Jahresabschlusses 2021 hatte der Wirtschaftsprüfer auf ein „bestandsgefährdendes Risiko“ bei dem Unternehmen hingewiesen. Die Finanzlage der fox e-mobility AG zeige, „dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann“ (ECOreporter berichtete hier).
fox e-mobility hatte seinen Jahresabschluss 2021 mehrfach verschieben müssen, weil dem Unternehmen „von einem ausländischen Finanzinvestor zugesagte Finanzmittel nicht fristgerecht zur Verfügung gestellt worden“ seien. Im August 2022 hatte die Firma bereits diverse Änderungen im Management vorgenommen.
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fox e-mobility AG: ISIN DE000A2NB551 / WKN A2NB55