Die Markteinführung des Mia 2.0 ist mittlerweile auf 2025 verschoben. Die Aktie von fox e-mobility schwankt derzeit sehr stark. / Foto: fox e-mobility

  Nachhaltige Aktien, Wachhund

fox e-mobility: Wann kommt die Finanzspritze aus den USA?

Der Elektroautobauer fox e-mobility wartet seit Monaten auf Geld eines Investors. Eine neue Meldung dazu lässt den Aktienkurs des Münchner Unternehmens deutlich schwanken.

Im April hatte fox e-mobility mitgeteilt, eine US-Tochter der südkoreanischen Yangji Investment Group wolle ein Darlehen über insgesamt 10 Millionen Euro an fox e-mobility vergeben. Bis heute ist die erste Tranche von 2 Millionen Euro allerdings nicht in München angekommen. Laut fox e-mobility gibt es Probleme mit Freigaben der koreanischen Finanzaufsichtsbehörde Financial Supervisory Service (FSS).

Gestern nun gab fox e-mobility bekannt, dass zwei Vorstände von Yangji Investment nach Deutschland gekommen seien, „um die Geschäftsleitung der fox e-mobility AG in einer außerordentlichen Sitzung in Frankfurt persönlich darüber zu informieren, dass die Angelegenheit mit der koreanischen Finanzaufsichtsbehörde geklärt wurde“. Man werde darüber informieren, sobald das Geld eingetroffen sei.

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In der Folge gewann die Aktie von fox e-mobility gestern zwischenzeitlich 50 Prozent an Wert. Zum Handelsschluss an der Börse Düsseldorf lag sie noch 25 Prozent im Plus. Aktuell steht der Kurs bei 0,075 Euro (29.9.2023, 8:43 Uhr). Auf drei Jahre gesehen hat die Aktie 92 Prozent eingebüßt. Zu ihren besten Zeiten kostete sie fast 2,90 Euro.

fox e-mobility hat große finanzielle Schwierigkeiten und braucht mutmaßlich das Geld von Yangji, um den Geschäftsbetrieb wie geplant fortführen zu können.

Das Unternehmen möchte sein erstes Serienfahrzeug, den elektrischen Kleinwagen Mia 2.0, nach letztem Planungsstand 2025 auf den Markt bringen. Laut dem letzten veröffentlichten Halbjahresbericht erzielte fox e-mobility von Januar bis Juni 2022 einen Nettoverlust von 1 Million Euro. Die Firma erwirtschaftet noch keine nennenswerten Umsätze. Der überfällige Jahresfinanzbericht 2022 ist wegen der finanziellen Schieflage bisher nicht veröffentlicht worden.

Im Rahmen von Konzernumbauten will sich fox e-mobility in Foxmia umbenennen, von einer deutschen zu einer irischen Aktiengesellschaft (Plc) werden und Tochtergesellschaften in Irland, Deutschland und Großbritannien gründen. Die Unternehmensleitung kommt damit Forderungen von Geldgebern nach. Das operative Geschäft soll weiterhin von München aus gesteuert werden.

„Bestandsgefährdendes Risiko“

In seinem Bestätigungsvermerk des Jahresabschlusses 2021 hatte der Wirtschaftsprüfer auf ein „bestandsgefährdendes Risiko“ bei dem Unternehmen hingewiesen. Die Finanzlage der fox e-mobility AG zeige, „dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann“ (ECOreporter berichtete hier).

fox e-mobility hatte seinen Jahresabschluss 2021 mehrfach verschieben müssen, weil dem Unternehmen „von einem ausländischen Finanzinvestor zugesagte Finanzmittel nicht fristgerecht zur Verfügung gestellt worden“ seien. Im August 2022 hatte die Firma bereits diverse Änderungen im Management vorgenommen. Mittlerweile sind auch einige Beraterverträge gekündigt.

Wie gut die Marktchancen des Mia 2.0 sind, ist unklar. Dazu kommen die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens. ECOreporter rät weiterhin von einem Einstieg in die Aktie ab.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Tesla, BYD, Nio, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test

fox e-mobility AG: ISIN DE000A2NB551 / WKN A2NB55

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