Geberit will weiter Kurspflege betreiben. / Foto: Geberit

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Geberit startet neues Aktienrückkaufprogramm

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat sein vor zwei Jahren aufgelegtes Aktienrückkaufprogramm planmäßig abgeschlossen und ein neues gestartet. Wie schlägt sich der Schweizer ECOreporter-Aktien-Favorit an der Börse?

In seinem letzten Rückkaufprogramm hat Geberit für 600 Millionen Schweizer Franken (627 Millionen Euro) knapp 1,27 Millionen eigene Aktien erworben. Das entspricht 3,6 Prozent des aktuell im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals. Geberit will die gekauften Aktien vernichten – dadurch verteilen sich Unternehmensgewinne auf weniger Anteilsscheine, was den Börsenkurs steigen lassen könnte.

Im dritten Quartal 2024 startet der Konzern ein neues Rückkaufprogramm. Dabei sollen innerhalb von zwei Jahren Namensaktien für bis zu 300 Millionen Franken (314 Millionen Euro) erworben werden. Auch mit diesem Rückkaufprogramm will Geberit sein Kapital herabsetzen.

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Der Hinterlegungsschein ist leichter handelbar

Die Geberit-Aktie ist als Schweizer Wertpapier in EU-Ländern nur eingeschränkt handelbar. Mehr dazu erfahren Sie hier. Auf die Aktie gibt es aber einen sogenannten American Depositary Receipt (ADR), einen Hinterlegungsschein, der wie eine Aktie an der Börse handelbar und auch in Europa zugänglich ist – in Deutschland etwa an den Börsen Berlin, Frankfurt und Stuttgart.

Im Fall von Geberit entspricht dieser ADR einem Zehntel der regulären Namensaktie. ADRs sind dividendenberechtigt, dementsprechend besteht mit dem Geberit 1/10-ADR ein Anspruch auf ein Zehntel der regulären Dividende. Die Dividendenrendite ist die gleiche wie die der Aktie.

An der Frankfurter Börse ist der ADR heute 0,9 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 55,50 Euro (Stand: 24.6.2024, 8:19 Uhr). Nach hohen Verlusten 2022 geht es für den ADR mit einigen Schwankungen wieder aufwärts. Im Jahresvergleich hat er 19 Prozent gewonnen. Auf drei Jahre gesehen notiert er 19 Prozent im Minus, auf fünf Jahre 18 Prozent im Plus.

Wie sinnvoll sind derzeit Rückkaufprogramme?

ECOreporter schätzt die Geberit-Aktie derzeit als Investment mit erhöhten Risiken ein. Der Konzern leidet weiterhin unter der Baukrise und gibt keine konkreten Prognosen ab. Im ersten Quartal 2024 gingen Umsatz und Gewinn zurück (mehr dazu lesen Sie hier). Das neue Aktienrückkaufprogramm kann vor diesem Hintergrund kritisch gesehen werden. Das Geld, das Geberit dafür ausgibt, wäre anderswo möglicherweise besser investiert.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von ungefähr 30 für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 ist die Aktie angesichts der unklaren Aussichten hoch bewertet. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 liegt bei ordentlichen 2,4 Prozent. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten die weitere Geschäftsentwicklung abwarten.

Geberit ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Lesen Sie auch: Langfristig gut investiert – diese nachhaltigen Mittelklasse-Aktien sind aktuell empfehlenswert.

Geberit AG Namensaktie (Unsponsored) ADR 1/10: ISIN US36840V1098 / WKN A2PM5R

Geberit AG Namensaktie ISIN CH0030170408 / WKN A0MQWG

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