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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Geothermie: Ormat Technologies steigert Umsatz und übertrifft Erwartungen
Der Erneuerbare-Energien-Konzern Ormat Technologies hat 2024 seinen Umsatz gesteigert und trotz des leicht gesunkenen Gewinns die Erwartungen übertroffen. Das auf Geothermiekraftwerke spezialisierte Unternehmen baut seinen Kraftwerksbestand weiter aus.
Den Umsatz steigerte Ormat im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 880 Millionen US-Dollar. Im vierten Quartal litt das Unternehmen dabei unter dem zwischenzeitlichen Teilausfall eines Kraftwerks, was zu geringeren Einnahmen bei den Stromverkäufen führte. Stark lief das Energiespeichergeschäft, in dem die Einnahmen um 57 Prozent zulegten.
Optimistische Prognose
Durch mehrere Übernahmen baute der Konzern seinen Bestand an Geothermiekraftwerken um 253 Megawatt (MW) aus. Zum Jahresende verfügte der Konzern damit über ein Kraftwerksportfolio im Umfang von 1,5 Gigawatt (GW). Davon entfallen 1,2 GW auf Geothermie und der Rest auf Solarkraftwerke. Bis 2028 will Ormat eine Erzeugungskapazität von 2,6 bis 2,8 GW erreichen.
Im Premium-Bereich finden Sie eine aktuelle Einschätzung der Ormat-Aktie. Eine Übersicht zu Aktien aus dem Bereich Geothermie lesen Sie hier: Geothermie-Aktien – hohe Renditen mit Wärme aus der Tiefe?
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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte 2024 um 14 Prozent auf knapp 551 Millionen Dollar zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 7,3 Prozent auf 2,20 Dollar und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn sank leicht um 0,5 Prozent auf 123,7 Millionen Dollar.
Für 2025 erwartet Ormat einem Umsatz von 935 bis 975 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA soll in der Spanne von 563 bis 593 Millionen Dollar liegen. „Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass wir von der wachsenden weltweiten Nachfrage nach erneuerbarer Energie profitieren werden“, erklärte Ormat-Chef Doron Blachar. Unter anderem setzt der Konzern auf den größeren Energiebedarf von Rechenzentren.
Unsicherheiten schaffen vor allem die politischen Bedingungen in den USA: Das Unternehmen erwartet etwa, in den kommenden Jahren beim Ausbau seines Kraftwerkportfolios von Krediten und Steuergutschriften aus dem Inflation Reduction Act (IRA) zu profitieren. Das von der Biden-Regierung verabschiedete Gesetz fördert bislang grüne Energietechnik, die in den USA produziert wird. Allerdings ist unklar, ob das Programm unter US-Präsident Donald Trump fortgesetzt wird. Vorerst hat der Klimawandelleugner Trump alle Gelder eingefroren.
Solide Einnahmen, schwankende Aktie
Die Aktie von Ormat legte Ende letzter Woche an der Heimatbörse in New York um 1,3 Prozent zu, aktuell ist sie im Tradegate-Handel weitere 0,5 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 67,66 Euro (Stand: 3.3.2025, 9:33 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 10,3 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 11,8 Prozent an Wert gewonnen.
Die Aussichten von Ormat sind solide, das Unternehmen hat seine Einnahmen im Energiegeschäft größtenteils durch langfristige Stromabnahmeverträge gesichert und wächst. Auch das noch relativ junge Speichersegment legt stetig zu.
Die Aktie schwankte in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder, 2021 und 2022 folgten auf Rekordhochs deutliche Kurseinbrüche. Auf fünf Jahre betrachtet ist die Aktie 4 Prozent im Plus. Hinzu kommen die politischen Unsicherheiten. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 liegt zudem bei hohen 34 Prozent. Die Aktie ist nach Einschätzung von ECOreporter nur ein Kandidat für risikobereite Anlegerinnen und Anleger.
Ormat Technologies Inc.: ISIN US6866881021 / WKN A0DK9X
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