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Im Test: Ökoworld Klima
Der Ökoworld Klima will nur in Unternehmen investieren, die mithelfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Trotz vergleichsweise hoher Kosten ist seine langfristige Wertentwicklung gut. ECOreporter hat den Fonds ausführlich getestet.
Den Ökoworld Klima gibt es bereits seit 2007. Aufgelegt hat ihn die nachhaltige Fondsgesellschaft Ökoworld aus Hilden bei Düsseldorf. Mit einem Volumen von 465 Millionen Euro (Stand Mitte Januar 2026) gehört der Ökoworld Klima zu den größeren nachhaltigen Fonds.
Seine Kosten sind vergleichsweise hoch: 2,16 Prozent pro Jahr, dazu kommt noch eine Performance-Gebühr von maximal 10 Prozent der jährlichen Wertsteigerung. Allerdings bekommen Anlegerinnen und Anleger dafür einen Fonds, der auch sehr hohen Nachhaltigkeitsansprüchen gerecht wird.
Viele Erneuerbare-Energien-Aktien
Ökoworld lässt sich nicht wie andere Fondsanbieter von Ratingagenturen eine hellgrüne Aktienliste zusammenstellen, sondern wählt die Aktien selbst aus. Das kostet viel Zeit und damit auch Geld, denn die Auswahlkriterien von Ökoworld sind streng. Zahlreiche kontroverse Branchen wie Kohle, Öl, Atomenergie und Rüstung sind komplett tabu, auch Zulieferer werden ausgeschlossen (eine Liste der Kriterien finden Sie weiter unten).
Zudem müssen die Unternehmen einen spürbaren Beitrag zur Klimawende leisten. In der Aktienliste stehen unter anderem Wind- und Solarfirmen, Halbleiterkonzerne und Bio-Lebensmittelanbieter. Ein dreiköpfiger wissenschaftlicher Fachbeirat unterstützt den Fonds in Klimafragen.
Finanziell ist der Ökoworld Klima langfristig gut gelaufen. Auf Sicht von zehn Jahren hat er knapp 130 Prozent zugelegt. ECOreporter empfiehlt eine Anlagedauer von mindestens 7, besser 10 Jahren.
Ein ECOreporter-Siegelfonds

Im ECOfondstest erhält der Ökoworld Klima die Nachhaltigkeitsnote 1,3. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel.
Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten. Sie können sich den Test rechts oben auch als kostenfreies PDF herunterladen.
ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
ECOfondstest
01/2026
Einzeltest
Aktienfonds
ÖKOWORLD KLIMA
FINANZEN: Auf Jahressicht hat der Fonds 0,1 % an Wert verloren (12.1.2025 – 12.1.2026). Zum Vergleich: Der MSCI World Index stieg im gleichen Zeitraum um 8,9 %. In den letzten 10 Jahren legte der Fonds 129 % zu (MSCI World: plus 217 %). Die Jahresgesamtkosten sind mit 2,16 % eher hoch. Zudem wird bei Überschreiten des Höchstkurses (High-Watermark) und der Mindestperformance von 8 % eine Performance-Gebühr von maximal 10 % der jährlichen Wertsteigerung erhoben.
RISIKO: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich. Im Vergleich mit anderen Aktienfonds durchschnittliche Wertschwankungen.


NACHHALTIGKEIT: Der Ökoworld Klima darf nur in Unternehmen investieren, die mithelfen, den Klimawandel zu bekämpfen. In der Aktienliste finden sich zahlreiche Erneuerbare-Energien-Firmen, etwa First Solar, KPI Green Energy, Vestas, Grenergy oder Solaria Energía y Medio Ambiente. Dazu Halbleiterkonzerne (Nvidia, TSMC, Broadcom) und Softwareanbieter (Adobe, Zoom, Nemetschek). Ebenfalls im Fonds vertreten: eBay und der Bio-Lebensmittel-Großhändler United Natural Foods. Der Ökoworld Klima enthält neben Aktien aus Industrieländern auch Papiere aus Schwellenländern wie Brasilien, Indien, Uruguay und Taiwan. Komplett tabu sind u.a. Unternehmen, die Geld verdienen mit Rüstung, Atomenergie, Öl und Kohle, Alkohol, Tabak, Pestiziden und vermeidbaren Tierversuchen. Die Ausschlusskriterien sind streng: Sie umfassen auch Zulieferer. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 85 Unternehmen im Fonds gegen dessen Auswahlkriterien. Ökoworld verlässt sich nicht auf externe ESG-Ratings, sondern führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch. Der Fonds hat einen wissenschaftlichen Fachbeirat, der Ökoworld zu Klimathemen berät. Der Beirat besteht aus drei Umweltwissenschaftlern von der RWTH Aachen, dem Fraunhofer-Institut in Karlsruhe und dem Max-Planck-Institut in Mainz.
TRANSPARENZ: Ökoworld veröffentlicht einmal im Monat die vollständige aktuelle Aktienliste. Die Jahres- und Halbjahresberichte enthalten viele Informationen zu den investierten Unternehmen. Der Fondsanbieter informiert zudem sehr ausführlich über Nachhaltigkeitskonzept, Auswahlverfahren und Fondsgremien.
NACHHALTIGE WIRKUNG: Der Fonds beteiligt sich an Neuemissionen von Aktien. Hierbei fließt Geld vom Aktionär direkt ins Unternehmen. Zudem kontaktiert Ökoworld Unternehmen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Die Fondsgesellschaft nimmt auch ihre Stimmrechte auf Hauptversammlungen wahr und informiert über ihr Stimmverhalten.
Gesamtnote:
1
2
3
4
5
6
Fazit: Anspruchsvoller Fonds mit strengen Kriterien und vielen richtig grünen Aktien.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
1,0
Nachhaltigkeits-Management:
1,7
Transparenz:
1,3
Nachhaltige Wirkung:
1,3
Finanznote:
1
2
3
4
5
6
Wertentwicklung:
2,1
Sicherheit/Risiko:
3,0
Kosten:
3,3
Wertentwicklung: Performance in Relation zu MSCI World Index und Festgeldanlagen (Faktor 5 in Finanznote). Gesamtnote kann Rundungsdifferenzen aufweisen.

Stärken
- Strenge Nachhaltigkeitskriterien
- Vorbildliche Transparenz
- Hohe nachhaltige Wirkung
Schwächen
- Hohe Kosten
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
ÖKOWORLD KLIMA
Start:
2007
Fondsgesellschaft:
Ökoworld Lux. S.A.
ISIN:
LU0301152442
Internet:
Volumen 12. Januar 2026:
465 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
2,16%
- Uranabbau
- Chlorchemie & PFAS
- Verursachung massiver Umweltschäden
- Raubbau an natürlichen Ressourcen
- Systematische Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften
