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Im Test: Fonds für Stiftungen Invesco
Der Fonds für Stiftungen Invesco richtet sich nicht nur an Stiftungen, sondern auch an private Anlegerinnen und Anleger. Kann der Mischfonds der Bank im Bistum Essen bei Nachhaltigkeit und Wertentwicklung überzeugen? ECOreporter hat ihn eingehend geprüft.

Den vollständigen Fondstest finden Sie unten im Premium-Bereich.
Die Wertpapierliste des Fonds für Stiftungen Invesco ist lang: Sie umfasst zum Testzeitpunkt 275 Aktien und Anleihen aus unterschiedlichen Regionen und Branchen. Damit ist der Mischfonds breit aufgestellt und eignet sich grundsätzlich als vergleichsweise risikoarmes Basis-Investment.
Den Fonds für Stiftungen Invesco gibt es schon lange, die christliche Bank im Bistum Essen (BIB) hat ihn bereits 2003 aufgelegt. Zwischen 2011 und 2015 ist er sehr gut gelaufen. 2022 litt er wie viele Misch- und Rentenfonds unter historisch hohen Kursverlusten von Anleihen.
Keine Investments in Massentierhaltung und Abtreibung
Bei der Auswahl seiner Wertpapiere orientiert sich der Fonds unter anderem am Geldanlage-Leitfaden der Evangelischen Kirche und an der FinAnKo-Richtlinie (Ethische Geldanlagen der Österreichischen Bischofskonferenz und der Ordensgemeinschaften Österreich). Über ein Best-in-Class-Verfahren werden 40 bis 50 Prozent der nachhaltigkeitsschwächsten Unternehmen und Staaten aus dem Anlageuniversum herausgefiltert, hinzu kommen zahlreiche Ausschlusskriterien, etwa für fossile Energien, Rüstung, Massentierhaltung sowie – aus ethischer Sicht diskussionswürdig – Abtreibung und Verhütungsmittel (eine vollständige Liste der Kriterien finden Sie unten im Premium-Bereich).
ECOreporter hat den kompletten Wertpapierbestand geprüft. Das Ergebnis: Keine der 275 Aktien und Anleihen verstößt gegen die Anlagebedingungen des Fonds. Diese lassen allerdings Raum für vereinzelte Investments in Unternehmen, die Öl- und Kohleprojekte finanzieren oder Technik für Atomkonzerne liefern. Ein Plus des Fonds: Ein Ethikbeirat achtet mit darauf, dass das Nachhaltigkeitskonzept konsequent umgesetzt wird.
Wie ECOreporter Transparenz, nachhaltige Wirkung und die Wertentwicklung des Fonds für Stiftungen Invesco einschätzt und den Fonds insgesamt beurteilt, erfahren Sie im vollständigen ECOfondstest im Premium-Bereich. Der Test ist als übersichtliches PDF gestaltet, liefert die wichtigsten Analyse-Ergebnisse sowie Noten für alle getesteten Bereiche.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Das schließt der Fonds aus:
Ausschlusskriterien (Unternehmen) ohne Umsatzschwelle
- Herstellung von Abtreibungsmitteln, Durchführung von Abtreibungen
- Pornografie
- Massentierhaltung
- Tierversuche für nicht-medizinische Produkte
- Herstellung von Bioziden und Pestiziden
- Kraftwerkskohle
- Unkonventionelle Öl- und Gasgeschäfte (u.a. aus Ölsand, Schiefergas, Kohleflözgas, Bohrungen in der Arktis)
- Atomwaffen und kontroverse Waffen
- Herstellung hochprozentigen Alkohols
- Herstellung von Tabakprodukten
- Gentechnik in der Landwirtschaft
- Embryonale Stammzellenforschung
- Verstöße gegen den UN Global Compact
- Schwerwiegende Kontroversen
Ausschlusskriterien (Unternehmen) mit Umsatzschwelle
- Konventionelle Öl- und Gasförderung (5 %)
- Stromerzeugung aus Kohle (5 %)
- Atomkraft (5 %)
- Rüstung und Waffen (5 %)
- Alkohol insgesamt (10 %)
- Glücksspiel (10 %)
- Verhütungsmittel (10 %)
- Tabak insgesamt (10 %)
- Stromerzeugung insgesamt aus Kohle, Öl, Gas (30 %)
Ausschlusskriterien Staaten
- Besitz oder Beherbergung von Atomwaffen
- Bio- und Chemiewaffenkonventionen nicht ratifiziert
- Todesstrafe nicht abgeschafft
- Unfrei nach Freedom House
- Militärbudget > 4 % des Staatshaushaltes
- Mehr als 33 % Stromerzeugung aus Atomkraftwerken
Stand: 10/2023
