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Im Test: Prime Values Growth
Der Prime Values Growth will weltweit in Aktien und Anleihen von ethisch vorbildlichen Unternehmen und Staaten investieren, die von Trends wie Energieeffizienz und Digitalisierung profitieren. Kann der Mischfonds bei der Nachhaltigkeit und Wertentwicklung überzeugen? ECOreporter hat ihn eingehend getestet.

Den vollständigen Fondstest finden Sie unten im Premium-Bereich.
Der Prime Values Growth kommt von der Arete Ethik Invest AG aus Zürich, die ausschließlich nachhaltige Fonds managt. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis 1995 zurück, den Prime Values Growth gibt es bereits seit 1997. Das aktuelle Nachhaltigkeitskonzept des Fonds gilt seit 2008. Arete Ethik Invest in seiner heutigen Form entstand 2021, als die Geschäftsleitung und Mitarbeiter die damalige Hauck & Aufhäuser Schweiz AG kauften.
Unabhängige Nachhaltigkeitsexperten geben die Richtung vor
Im Gegensatz zu den meisten anderen Fondsanbietern führt Arete das Nachhaltigkeits-Research für seine Fonds selbst durch. Das vierköpfige Ethik-Analyseteam greift dabei auch auf Daten von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen zurück, übernimmt aber nicht deren Ratings, sondern bewertet Unternehmen und Staaten nach einem eigenen Kriterienkatalog.
Dieser Katalog ist anspruchsvoll und umfasst neben zahlreichen Ausschlusskriterien (siehe Liste im Premium-Bereich) auch Positivkriterien, beispielsweise welchen Kundennutzen die Produkte eines Unternehmens haben oder wie hoch ihre ökologische oder soziale Wirkung ist. In welche Aktien und Anleihen der Prime Values Growth investieren darf, entscheidet nicht das Fondsmanagement, sondern ein unabhängiges Ethik-Komitee mit externen Fachleuten etwa aus den Bereichen Medizin und Energiesysteme. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keine der zum Testzeitpunkt 53 Aktien und Anleihen im Fonds gegen dessen Nachhaltigkeitsgrundsätze.
Finanziell hat sich der Fonds in den letzten Jahren uneinheitlich entwickelt, vor allem die historisch hohen Verluste am Anleihemarkt 2022 drückten die Rendite. Auf fünf Jahre betrachtet ist der Fonds 14 Prozent im Plus. Ungefähr 60 Prozent seines Vermögens stecken in Aktien, davon rund 60 Prozent aus den USA. Etwa die Hälfte der Anleihen kommt aus Österreich, Deutschland und Frankreich.
Wie die Redaktion die Nachhaltigkeit des Prime Values Growth im Detail einschätzt und den Fonds insgesamt bewertet, lesen Sie im vollständigen Fondstest im Premium-Bereich. Der Test ist als übersichtliches PDF gestaltet, liefert alle wichtigen Analyse-Ergebnisse sowie Noten für sämtliche getesteten Bereiche.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Das schließt der Fonds aus:
Ausschlusskriterien Unternehmen ohne Umsatzschwelle
- Atomkraft & Uranabbau
- Waffen
- Herstellung gefährlicher Stoffe
- Menschenrechtsverletzungen
- Arbeitsrechtsverletzungen
- Massive Gefährdung natürlicher Ressourcen
- Korruption
- Gentechnik in der Landwirtschaft
- Embryonen verbrauchende Forschung
- Gentechnik in der Medizin, wenn massiv in die Erbsubstanz höherer Lebewesen eingegriffen wird
Ausschlusskriterien Unternehmen ohne Umsatzschwelle, Verstöße können durch Positivkriterien aufgewogen werden
- Übrige Gentechnik in der Medizin
- Nicht nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, u.a. Förderung von Kohle und Erdöl
- Produkte und Technologien, für die fossile Brennstoffe eingesetzt werden
- Verwendung gefährlicher Stoffe
- Nicht verantwortungsvoller Umgang mit Tieren, z.B. in der Pharma-, Lebensmittel- oder Textilindustrie
- Bergbau
Ausschlusskriterien Unternehmen mit Umsatzschwelle
- Kohleverstromung (5 %, muss zudem durch Positivkriterien aufgewogen werden)
- Tabakproduktion (5 %)
- Verkauf von Tabakprodukten (10 %)
- Alkohol (Produktion & Verkauf) (10 %)
- Glücksspiel (10 %)
- Pornografie (10 %)
- Dual-Use-Güter, die auch in kritischen Branchen wie Rüstung oder Atomkraft eingesetzt werden (10 %)
Ausschlusskriterien Staaten
- Besitz von Atomwaffen
- Dauerhaft hohes Militärbudget
- Todesstrafe im Rechtsbestand
- Fehlende ökologische Energiepolitik
- Nicht demokratisch legitimierte Regierung
- Ungenügende Menschenrechtsstandards
- Keine Unterzeichnung der UN-Konvention zur Biodiversität
- Hoher Korruptionsgrad
Stand 3/2025
