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Infineon gibt Werke in Asien ab, kauft eigene Aktien zurück
Der größte deutsche Halbleiter-Konzern Infineon trennt sich von zwei Fabriken in Südkorea und auf den Philippinen. Zudem hat das Unternehmen aus Neubiberg bei München ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet – allerdings nicht um Kurspflege zu betreiben.
Die beiden Werke in Cavite (Philippinen) und Cheonan (Südkorea), in denen Chips aus Wafern (Siliziumplatten) herausgeschnitten werden, gehen für einen nicht genannten Kaufpreis an den langjährigen Infineon-Partner ASE, einen Auftragsfertiger aus Taiwan. Infineon hat Liefervereinbarungen mit ASE abgeschlossen, um weiterhin Ware aus den Fabriken zu erhalten. Den Verkauf begründet Infineon mit seiner Fertigungsstrategie – diese basiere „auf einer ausgewogenen Mischung aus eigener und externer Fertigung“.
Aktien für die Belegschaft
Der Konzern meldet zudem den Start eines neuen Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 300 Millionen Euro. Die Aktien sollen bis 28. März erworben und ausschließlich für Zuteilungen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen verwendet werden.
Erst vor wenigen Tagen hat sich Infineon von institutionellen Investoren über eine neue, mit 3,375 Prozent verzinste dreijährige Anleihe 500 Millionen Euro frisches Kapital besorgt. Das Angebot war Unternehmensangaben zufolge mehrfach überzeichnet.
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Der Börsenkurs von Infineon befindet sich seit Ende Dezember in einer Abwärtsbewegung, allerdings auf hohem Niveau. Im Monatsvergleich und auch auf Jahressicht hat die Aktie 5 Prozent verloren. Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs um 69 Prozent gestiegen. Heute kostet die Aktie im Tradegate-Handel 32,96 Euro (Stand 26.2.2024, 11:04 Uhr).
Die letzten Quartalszahlen von Infineon waren durchwachsen, weil die Nachfrage nach Halbleitern derzeit schwächelt (ECOreporter berichtete hier). Konzernchef Jochen Hanebeck rechnet erst im zweiten Halbjahr 2024 mit einer Erholung.
ECOreporter sieht weiter Potenzial bei der Aktie. Im Geschäftsjahr 2022/23 hatte Infineon einen Rekordgewinn erzielt, und auch in der aktuellen Flaute erreicht der Konzern solide Margen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 für das laufende Geschäftsjahr ist die Aktie akzeptabel bewertet. Langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen.
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Infineon Technologies AG: ISIN DE0006231004 / WKN 623100