Arm soll Interesse an der Übernahme von Intels Produktsparte signalisiert haben. / Foto: Intel

  Nachhaltige Aktien

Intel verteidigt Produktsparte offenbar gegen Übernahmepläne

Der britische Chip-Architekt Arm hat offenbar Interesse an einer Übernahme der Produktsparte von Intel. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der US-Chipkonzern will sich von der Sparte aber wohl nicht trennen.

Intel unterteilt sein Geschäft in zwei Haupteinheiten: eine Sparte, die für den Verkauf von Chips für PCs, Server und Netzwerkausrüstung zuständig ist, sowie die Fabriksparte zur Chipherstellung. An der Produktion von Intel hat Arm Bloomberg zufolge kein Interesse.

Bei Intel läuft es schlecht

Arm soll demnach selbst bei Intel angefragt haben, ob der Konzern zu einem Verkauf der Produktsparte bereit sei. Intel habe dies zunächst abgeblockt. Finanzielle Details nannte der Bloomberg-Bericht nicht, auch gab es keine Angaben dazu, ob die Gespräche noch andauern. Wie ECOreporter die Aktien von Intel und Arm aktuell einschätzt, lesen Sie im Premium-Bereich.

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Die Intel-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,6 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 21,33 Euro (Stand: 27.9.2024, 10:32 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 14,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 35,3 Prozent an Wert verloren.

Bei Intel laufen die Geschäfte schlecht, das Unternehmen ist technologisch von Chipherstellern wie TSMC und Entwicklern wie Nvidia überholt worden. Das Unternehmen muss sparen und will etwa 15.000 Stellen abbauen. Laut Berichten werden weitere Schritte bis hin zu einer möglichen Abspaltung der Chip-Produktion geprüft. ECOreporter berichtete hier. Intel schreibt aktuell rote Zahlen, zuletzt legte der Konzern seine Pläne für eine High-Tech-Fabrik in Magdeburg auf Eis. In den letzten Tagen gab es Gerüchte, dass der US-Chipentwickler Qualcomm eine Übernahme von Intel plant.

ECOreporter sieht erst ab frühestens 2027 wieder Chancen auf solide Gewinne bei Intel. Allerdings steht mehr denn je infrage, inwieweit die ursprünglich engagierten Investitionspläne Wirkung zeigen, wenn der Konzern zusehends Projekte pausiert oder absagt. Die Redaktion hat Intel daher im August aus seiner Liste der ECOreporter-Favoriten-Aktien in der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige entfernt und durch die US-Baumarktkette The Home Depot ersetzt. Aktuell rät ECOreporter vom Kauf der Intel-Aktie ab.

Kaum Arm-Aktien in Streubesitz

Die Arm-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Minus zum Vortag bei 133,40 Euro (Stand: 27.9.2024, 10:32 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 10,6 Prozent zugelegt, seit Börsenstart 2023 ist der Kurs um 162 Prozent gestiegen.

Arm produziert selbst keine Halbleiter und entwickelt auch keine eigenen Modelle. Stattdessen liefert das Unternehmen die grundlegenden Baupläne für die Chips anderer Hersteller. Arm ging im September 2023 an die Börse, allerdings befinden sich kaum Aktien in Streubesitz. 90 Prozent der Papiere hält der japanische Investor Softbank. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 ist mit 88 hoch. Auch hier rät ECOreporter derzeit vom Einstieg ab.

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Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681

Arm Holdings Plc ADR: ISIN US0420682058 / WKN A3EUCD

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