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Finanzdienstleister, Fonds / ETF
Internationaler Tag der Kinderrechte: Drei Banken, drei Kinderwohlfonds
Heute, am 20. November, ist der Internationale Tag der Kinderrechte. Bislang gibt es nicht viele Finanzprodukte, die sich am Wohlergehen von Kindern orientieren. Immerhin: Drei nachhaltige Banken haben mittlerweile Kinderwohlfonds gestartet.
Weltweit sind Kinder durch den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und Ungleichheit bedroht. 2022 erhielt mehr als jedes fünfte Kind unter fünf Jahren – weltweit 148 Millionen – nicht genügend Kalorien, um normal zu wachsen. Laut UNICEF sterben jedes Jahr über eine Million Kinder an den Folgen. Und geschätzte 160 Millionen Kinder müssen teils schwerer Arbeit nachgehen. 250 Millionen können zudem nach Angaben der UNESCO keine Schule besuchen.
Drei noch junge Fonds sehr nachhaltiger Anbieter investieren in Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen dazu beitragen, dass es Kindern besser geht:
Den Kinder Perspektivenfonds von der GLS Investments, einer Tochter der Bochumer GLS Bank, hat ECOreporter hier analysiert. Einen Test des Triodos Future Generations Fund der niederländischen Triodos Bank veröffentlicht die Redaktion in den nächsten Tagen. Und auch den KinderZukunftsFonds der Dortmunder KD-Bank wird sich ECOreporter genauer ansehen.
„Kinderrechten fehlt es an Aufmerksamkeit“
„Kinder sind am wenigsten für die Klimakrise und für Kriege verantwortlich“, sagt Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland. „Junge Menschen von heute und künftige Generationen leiden jedoch am meisten unter den Folgen. Für eine gerechte und lebenswerte Zukunft muss sich unsere Verantwortung auch in Finanzentscheidungen widerspiegeln.“
„Kinder brauchen eine Zukunft. Deshalb müssen ihre Rechte in ganz vielen Bereichen berücksichtigt werden – auch in der Finanzbranche“, ergänzt Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank. „Wir müssen jungen Menschen das Recht einräumen, sich einzubringen, zum Beispiel bei nachhaltigen Geldanlagen. Deshalb war es uns und unserem Fondspartner Kindernothilfe so wichtig, einen Jugendrat zu etablieren. Dieser arbeitet inzwischen aktiv im Kriterienausschuss des KinderZukunftsFonds mit.“
Karsten Kührlings, Geschäftsführer der GLS Investments, betont den Netzwerkgedanken bei den Kinderrechtsaktivitäten der Banken: „Kinderrechten fehlt es an Aufmerksamkeit – in der Zivilgesellschaft, in der Politik und der Wirtschaft. Darum vernetzen wir uns mit Partnerbanken wie der Triodos Bank und der KD-Bank. Gemeinsam engagieren wir uns für kinderfreundliche Investitionen und machen auf die Bedeutung von Kinderrechten im wirtschaftlichen Kontext aufmerksam.“
ECOreporter analysiert regelmäßig nachhaltige Fonds. Die Tests und weitere Informationen finden Sie hier.