Carbios will Plastik mit einer innovativen Methode recyceln. Doch aktuell hat das Unternehmen offenbar juristische Probleme. / Symbolfoto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Juristischer Ärger bei Recycler Carbios

Der französische Plastik-Recycler Carbios hat einen ehemaligen leitenden Angestellten wegen Verleumdung angezeigt und spricht von einer Kampagne gegen das Unternehmen. Zuvor haben laut einem Medienbericht nach einer Klage von Minderheitsaktionären Hausdurchsuchungen bei Carbios stattgefunden.

Wie das französische digitale Investigativmagazin "La Lettre" berichtet, hat die französische Polizei in dieser Woche Büros und Privatwohnung von Carbios-Chef Vincent Kamel durchsucht. Hintergrund ist demnach eine Zivilklage von Minderheitsaktionären beim Handelsgericht in Lyon wegen möglichen Insiderhandels. 

Konzern sieht "Destabilisierungkampagnen"

Neben dem Konzernchef soll sich die Klage wegen "schlechter Geschäftsführung" gegen weitere Mitglieder der Geschäftsführung richten. Öffentlich einsehbare Informationen gibt es zu dem Vorgang bislang nicht, Zivilklagen vor Handelsgerichten in Frankreich werden in der Regel nicht veröffentlicht.

Von Carbios gibt es bislang keine Stellungnahme, die direkt auf die mögliche Zivilklage oder die Durchsuchungen eingeht. Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Carbios aber eine Mitteilung, die das Unternehmen als "Reaktion auf Angriffe gegen Carbios und seine Führungskräfte" bezeichnet.

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