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Anleihen / AIF, Crowd-Investment, Crowd-Test
Katjes-Gruppe: Crowdinvesting der mymuesli AG mit bis zu 12 % Zins
Die mymuesli AG vertreibt Bio-Nahrungsmittel, vor allem Müslis, aber auch Snacks und Adventskalender. Das Unternehmen bietet ab 250 Euro Nachrangdarlehen mit einer Mindestlaufzeit von rund vier Jahren an. Deren Zinssatz beträgt bis zu 12,0 Prozent pro Jahr.
Anbieterin und Emittentin der Nachrangdarlehen ist die mymuesli AG aus Passau. 2024 hat die Katjesgreenfood GmbH & Co. KG die Mehrheit an der mymuesli AG übernommen. Katjesgreenfood bildet zusammen mit ihren beiden rechtlich selbstständigen Schwestergesellschaften, dem bekannten Süßwarenhersteller Katjes Fassin und der Beteiligungsgesellschaft Katjes International, die Katjes-Gruppe.
Katjesgreenfood ist an mehreren Firmen beteiligt, die insbesondere pflanzliche Lebensmittel anbieten. Das Unternehmen hat 2022 zur Finanzierung seiner Investitionen eine Anleihe auf den Markt gebracht, die ein Gesamtvolumen von 38 Millionen Euro hat und börsennotiert ist.
Wohin das Crowdinvesting-Kapital fließen soll und warum ECOreporter die Vermögensanlage der mymuesli AG kritisch sieht, erfahren Sie im Folgenden.
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Wozu dient das Anlegerkapital?
Das Emissionsvolumen der Nachrangdarlehensangebote „mymuesli - Geldzins“ und “mymuesli - Sachzins” beträgt zusammen 1,5 Millionen Euro. Abzüglich der maximalen Vertriebskosten betragen die Nettoeinnahmen laut Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB, Stand: 24.9.2025) rund 1,374 Millionen Euro.
Das Kapital soll laut VIB für die (teilweise) Finanzierung des bestehenden und neu einzustellenden Personals in den Bereichen Marketing, Produktentwicklung und Vertrieb, Finance & Accounting und IT verwendet werden. Die mymuesli AG verfügt laut VIB derzeit über 61 Vollzeitäquivalente (VZÄ) in den oben genannten Bereichen. Diese verteilen sich wie folgt: 42 VZÄ in den Bereichen Marketing, Produktentwicklung und Vertrieb, 13 VZÄ im Bereich Finance & Accounting sowie sechs VZÄ im Bereich IT. Die Investition in bestehendes Personal betrifft dessen Gehälter. Neben den bestehenden 61 VZÄ plant die Emittentin laut VIB eine moderate Verstärkung um bis zu sechs VZÄ bis Ende 2029, wobei die Zahl eine Plangröße sei und eine genaue Umsetzung im Zeitverlauf variieren könne.
Laufzeit und Zins
Die Laufzeit der Nachrangdarlehen ist unbestimmt. Der jeweilige Nachrangdarlehensvertrag kann zum Ende eines Jahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten von beiden Parteien (Anleger und Emittentin) ordentlich gekündigt werden, erstmals zum 31.12.2029 (Mindestlaufzeit). Der Emittentin steht zudem ein einseitiges Sonderkündigungsrecht zu, das sie erstmals zum 31.12.2027 unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen in Anspruch nehmen kann. Danach kann die Emittentin monatlich zu jedem Monatsletzten sonderkündigen. Die Vorfälligkeitsentschädigung nach Sonderkündigung beträgt laut VIB 0,5 Prozent pro vollem Monat für die nicht eingehaltene (Mindest-)Laufzeit des Nachrangdarlehensvertrages auf die jeweilige Zeichnungssumme der Anlegerin oder des Anlegers.
Der Zinssatz beträgt bei dem Nachrangdarlehensangebot „mymuesli - Geldzins“ 7,5 Prozent pro Jahr. Bei einer Investition innerhalb der ersten sieben Tage des öffentlichen Angebots liegt der Zinssatz bei 8,0 Prozent pro Jahr.
Bei dem Nachrangdarlehensangebot „mymuesli - Sachzins“ erfolgt die Zahlung der aufgelaufenen Zinsen laut VIB in Form von Wertgutscheinen, die ausschließlich bei der Emittentin und/oder mit ihr verbundenen Unternehmen zum Erwerb von Waren und Dienstleistungen eingelöst werden können. Der Zinssatz beträgt 11,0 Prozent pro Jahr. Bei einer Investition innerhalb der ersten sieben Tage des öffentlichen Angebots gewährt mymuesli 12,0 Prozent pro Jahr. Eine Investition ist über die Internet-Plattform der Rockets Investments Deutschland GmbH möglich.
Hohe Risiken
Bei der Vermögensanlage handelt sich um qualifizierte Nachrangdarlehen mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre.
Gemäß den Informationen im VIB hat die Emittentin einen Jahresabschlusses zum 31.12.2024 aufgestellt. Der letzte im Bundesanzeiger offengelegte Jahresabschluss ist laut VIB aber der zum 31.12.2021.
ECOreporter-Fazit
Die Emittentin hat ihre Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024 noch nicht im Bundesanzeiger offengelegt. Die finanzielle Transparenz des Unternehmens ist daher ungenügend. ECOreporter rät von einem Investment ab.
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