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Kein Geldgeber in Sicht: Solarnative rechnet mit Insolvenz
Die finanziell stark angeschlagene Solarnative GmbH geht davon aus, nicht rechtzeitig einen Investor zu finden, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Die Anleihe des Unternehmens aus Kriftel bei Frankfurt am Main stürzt weiter ab.
Am Mittwoch hatte Solarnative seine Geschäftsprognose zurückgezogen und mögliche Investoren kurzfristig um Verhandlungen gebeten (ECOreporter berichtete hier). Gestern Abend meldete das Unternehmen, das sich eigenen Angaben zufolge „im Zustand der unmittelbaren Zahlungsunfähigkeit“ befindet, man halte es für unwahrscheinlich, „innerhalb der kurzen gesetzlichen Fristen“ einen Geldgeber zu finden. Daher bereite man sich darauf vor, „kurzfristig einen Insolvenzantrag zu stellen“.
Anleihe steht nur noch bei 5,0 Prozent
Der Kurs der Solarnative-Anleihe ist heute Morgen im gettex-Handel um knapp 86 Prozent eingebrochen, aktuell notiert das Papier nur noch bei 5,0 Prozent seines Nennwertes (Stand 21.6.2024, 9:10 Uhr). Die Anleihe war erst im April an die Börse gegangen.
Solarnative stellt den Mikro-Wechselrichter „PowerStick“ her, der in Balkonkraftwerken zum Einsatz kommt. Das Unternehmen wollte sich im Frühjahr dieses Jahres über eine Anleihe (ISIN: DE000A382517) bis zu 20 Millionen Euro frisches Kapital besorgen, konnte aber bis Ende März trotz eines hohen Zinssatzes von 12 Prozent nur rund 1,24 Millionen Euro platzieren (ECOreporter berichtete hier). Daraufhin versuchte das Management, zusätzliches Eigenkapital einzuwerben.
ECOreporter hatte das Anleiheangebot im März hier ausführlich geprüft. In der Analyse wird unter anderem auf das Risiko eines zu geringen Kapitalzuflusses hingewiesen. Die damalige Einschätzung der Redaktion: "Für die Anlegerinnen und Anleger bestehen erhebliche Risiken, ihr eingesetztes Kapital zu verlieren."
Solarnative-Anleihe 2024/2029: ISIN DE000A382517 / WKN A38251
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