Proteste für mehr Klimaschutz. Die Weltklimakonferenz in Brasilien ist ohne ernsthafte Erfolge geblieben. / Symbolfoto: Pixabay

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Klimakonferenz beendet: Kein Ausstiegsplan für fossile Energie

Die 30. Weltklimakonferenz COP30 ist beendet – und das praktisch ohne Ergebnisse. Ein Bekenntnis zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas gibt es trotz einer zwischenzeitlichen Verlängerung der Konferenz nicht.

Im brasilianischen Belém vereinbarten die Delegierten der rund 200 beteiligten Länder zwar eine freiwillige Initiative für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz. Ein verbindlicher Plan für die Abkehr von fossilen Energieträgern wurde aber nicht verabschiedet.

Öl-Staaten und China blockieren – USA gar nicht dabei

Im Abschlussbericht ist von Kohle, Öl und Gas nicht einmal direkt die Rede. Dort wird lediglich von der Reduzierung von "Treibhausgasen" gesprochen. Die Ölstaaten hätten mit einer Blockade ehrgeizigere Beschlüsse verhindert, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Er kritisierte auch, dass "von den am meisten betroffenen Ländern" wie Inselstaaten und afrikanischen Nationen nur wenig Druck für mehr Klimaschutz ausgeübt worden sei.

Auch sonst blieb die Konferenz hinter den Hoffnungen zurück. Zwar wurde beschlossen, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an ärmere Länder zur Anpassung an die Folgen der Erderwärmung deutlich erhöhen sollen. Von einer Verdreifachung bis 2035 ist die Rede. Welche Summe verdreifacht werden soll, wurde aber nicht erklärt. Der Betrag dürfte deutlich unter den von den Entwicklungsländern geforderten jährlich 120 Milliarden US-Dollar liegen, erklärte Finanzexperte Jan Kowalzig von der Hilfsorganisation Oxfam gegenüber der "Tagesschau".

Auch einen konkreten Plan, um die weltweite Zerstörung von Wäldern einzudämmen, verabschiedete die Konferenz nicht. Es wird lediglich an einen früheren Beschluss erinnert, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen. Brasilien hatte mit Belém extra einen Austragungsort am Rande des fürs Weltklima wichtigen Amazonasgebiets ausgesucht. Immerhin wurde ein neuer Fonds zum Schutz des Regenwalds beschlossen, für den Deutschland eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren bereitstellt.

Anstrengungen, einen verbindlichen Fahrplan zum fossilen Ausstieg zu beschließen, hatte es durchaus gegeben: Die Konferenz war zwischenzeitlich sogar um mehr als 19 Stunden verlängert worden, weil 80 Staaten, darunter Deutschland und weitere EU-Länder, einen Plan für einen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gefordert hatten. Ölstaaten wie etwa Saudi-Arabien weigerten sich allerdings, auch China stellte sich gegen entsprechende Pläne. Beschlüsse der Klimakonferenz können nur einstimmig gefasst werden. Die USA hatten an der Konferenz demonstrativ nicht teilgenommen.

1,5-Grad-Ziel wird wohl überschritten

Vor zwei Jahren in Dubai hatte die Klimakonferenz sich grundsätzlich zur Abkehr von fossilen Brennstoffen ausgesprochen. Beobachter hatten gehofft, dass diese Pläne in Brasilien nun konkreter werden könnten.

Klimaforscher gehen mittlerweile davon aus, dass die im Pariser Klimaabkommen angestrebte maximale Erderwärmung von 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit nicht mehr vollständig zu erreichen ist. Bereits zu Beginn der 2030er-Jahre gehen die Wissenschaftler von einer zeitweisen Überschreitung der Grenze aus. Die Experten erwarten deshalb eine Zunahme heftiger Stürme, von Waldbränden, Dürren und Überschwemmungen.

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