Knorr-Bremse meldet viele Aufträge für Schienenfahrzeugsysteme. / Foto: Knorr-Bremse

  Nachhaltige Aktien

Knorr-Bremse mit deutlich mehr Gewinn im zweiten Quartal

Der Münchner Bremsenhersteller Knorr-Bremse hat im zweiten Quartal 2024 deutlich mehr Gewinn erzielt. Seine bereits angehobene Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.

Der Umsatz blieb mit gut 2 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg hingegen im Jahresvergleich deutlich auf 252 Millionen Euro, die EBIT-Marge erreichte 12,5 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Auftragslage bleibt stabil

Netto erzielte Knorr-Bremse zwischen April und Juni einen Gewinn von 144 Millionen Euro, nach 119 Millionen Euro im selben Zeitraum 2023. Trotz schwächerer Bestellungen im Lkw-Geschäft blieb der Auftragseingang wegen der anhaltend hohen Nachfrage in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge mit 4,2 Milliarden Euro stabil auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand lag laut Unternehmen weiterhin bei 6,8 Milliarden Euro.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Knorr-Bremse profitierte nach eigenen Angaben deutlich von seinem Strategieprogramm "BOOST 2026", mit dem das Unternehmen vor allem seine Kosten reduzieren möchte. Bis 2026 will der Konzern dank des Programms einen Jahresumsatz von 8 bis 9 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von mehr als 14 Prozent erreichen.

Den Ende Juli leicht erhöhten Ausblick für das Gesamtjahr 2024 bestätigte Knorr-Bremse. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz von 7,7 bis 8 Milliarden Euro, die EBIT-Marge soll bei 11,5 bis 13,0 Prozent liegen. Der noch nicht abgeschlossene Erwerb des Bahnsignaltechnikgeschäfts von Alstom in Nordamerika ist im Ausblick nicht berücksichtigt.

Die Aktie von Knorr-Bremse notiert im Xetra-Handel aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 72,45 Euro (Stand: 16.8.2024, 11:30 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 1,5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 12,4 Prozent an Wert gewonnen.

Aktie mit Risiko

Die Geschäfte von Knorr-Bremse laufen insgesamt gut. Allerdings muss der Verkauf von Bremsen für Schienenfahrzeuge das schwächere Lkw-Segment ausgleichen. Beim höheren Gewinn profitiert das Unternehmen vor allem von Einsparungen. Ein Risiko ist zudem die große Bedeutung des chinesischen Marktes.

Die Aktie zeigte sich in den letzten Jahren zudem schwankungsanfällig, auf fünf Jahre betrachtet hat der Kurs um 16 Prozent nachgegeben. Vor diesem Hintergrund ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 mit 19 eher hoch. Die Aktie ist nach Einschätzung von ECOreporter nur für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger mit sehr langem Atem eine Option.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Bahnaktien kann sich der Einstieg lohnen und Weichen stellen für die Klimawende: Diese nachhaltigen Bahnaktien sind jetzt attraktiv.

Knorr-Bremse AG: ISIN DE000KBX1006 / WKN KBX100

Verwandte Artikel

30.07.24
 >
22.04.24
 >
22.03.24
 >
24.04.26
 >
23.04.26
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x