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Nachhaltige Aktien, Fonds / ETF
Kommt der nächste Börsencrash? Was Anleger jetzt tun sollten
Schon seit Monaten warnen Börsenbeobachter vor einem Einbruch des Aktienmarktes. Wie groß ist die Gefahr wirklich? Und wie können nachhaltige Anlegerinnen und Anleger darauf reagieren?
So ist die Lage
Tatsächlich gibt es ernst zu nehmende Anzeichen dafür, dass es in den nächsten Monaten an der Börse bergab gehen könnte. Denn während viele Unternehmen mit großen Problemen zu kämpfen haben, steigen die Aktienkurse seit April immer weiter.
Die meisten Herausforderungen, vor denen die Wirtschaft derzeit steht, liegen klar auf der Hand: Kreditzinsen und Materialkosten sind gestiegen, es fehlt an Fachkräften, Privathaushalte und Unternehmen halten sich mit Käufen und Investitionen zurück, die Kriege in der Ukraine und in Gaza plus das wirre Gepolter von US-Präsident Trump sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Dazu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, Lieferengpässe bei wichtigen Rohstoffen und der Handelskrieg der USA gegen China und den Rest der Welt. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass viele Unternehmen weniger Gewinn erzielen und pessimistisch in die Zukunft blicken.
Der Dollar wackelt

Nvidia ist das wertvollste Unternehmen der Welt - und möglicherweise viel zu hoch bewertet. / Foto: Nvidia
Hinzu kommen Gefahren, die grundlegende Strukturen des globalen Finanzsystems betreffen und nicht so gut sichtbar, aber deshalb nicht weniger bedrohlich sind. Donald Trumps zerstörerische Politik schwächt den US-Dollar, die mit Abstand wichtigste Währung, immer weiter. Investoren verlieren das Vertrauen in den Dollar und damit auch in US-Staatsanleihen. Die bilden mit einem Volumen von unglaublichen 27 Billionen Dollar den größten Finanzmarkt der Welt. Und dieser Markt ist schon seit Monaten in Schieflage. US-Staatsanleihen haben spürbar an Kurswert verloren und galten zwischenzeitlich als so riskant wie Anleihen aus Griechenland (mehr dazu lesen Sie hier). Sogar ein Szenario, in dem sich Trump einfach weigert, Anleiheschulden zu begleichen, ist mittlerweile denkbar.
Die Folge: Es wird für die hoch verschuldeten USA immer teurer, sich neues Geld zu besorgen, und vor allem professionelle Investoren fliehen aus dem Anleihenmarkt und kaufen beispielsweise verstärkt Aktien. Deren Kurse steigen daher immer weiter, auch wenn die Gewinne der Unternehmen sinken. Präsident Trump fällt dazu nichts anderes ein, als auch einheimische Firmen mit Zöllen und Handelsbeschränkungen zusätzlich zu belasten und von ausländischen Konzernen Zusagen für milliardenschwere Investitionen in den USA zu erpressen. Dass viele dieser Zusagen wahrscheinlich nie eingehalten werden, scheint allen Beteiligten egal zu sein. Sie reichen aber aus, um an der Börse für Goldgräberstimmung zu sorgen und Aktienkurse noch weiter klettern zu lassen.
Wohin mit all dem Geld?
Besonders US-Schwergewichte aus dem Tech- und KI-Bereich wie Nvidia (plus 1.300 Prozent Kursgewinn in den letzten fünf Jahren) sind mittlerweile so hoch bewertet, dass sich ihre ohnehin schon enormen Jahresgewinne noch einmal vervielfachen müssten, damit ihre aktuellen Aktienkurse angemessen wären. Dass dies geschehen wird, darf bezweifelt werden, der KI-Sektor etwa gilt jetzt schon als überhitzt.
Teuer sind allerdings nicht nur Tech-Aktien, sondern auch Papiere aus anderen Branchen – einfach weil Investoren nicht wissen, wo sie sonst mit ihrem Geld hin sollen, und daher weiter Aktien kaufen. Die durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnisse von amerikanischen und europäischen Aktien haben mittlerweile historische Höchstwerte erreicht. Kurskorrekturen sind daher nicht nur wahrscheinlich, sondern wären für das Weltfinanzsystem auch gesund.
Was heißt das jetzt für Anlegerinnen und Anleger?
Krisen hat es immer gegeben, auch tiefgreifende wie derzeit in den USA. Und natürlich ist nicht ausgemacht, dass es in absehbarer Zeit zu einem großen Crash wie im Jahr 2000 kommen wird, als die Dotcom-Blase platzte. Aber die Börsenrisiken sind in der zweiten Amtszeit Donald Trumps gestiegen. ECOreporter gibt Ihnen vier Tipps, wie Sie damit umgehen können.
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