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Meldungen, Finanzdienstleister
Wo ist mein Geld wirklich sicher?
In unruhigen Zeiten suchen Menschen verstärkt nach sicheren Geldanlagen, um von möglichen Crashs verschont zu bleiben. ECOreporter sagt Ihnen, wo Ihre Ersparnisse gut geschützt sind und dabei eine hohe nachhaltige Wirkung erzielen. Denn gerade jetzt ist es besonders wichtig, Geld dort einzusetzen, wo es die Welt besser macht.
Eines vorweg: Sichere Geldanlagen sind nicht nur etwas für Krisenzeiten. Auch in ruhigeren Phasen sollten Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen beispielsweise in Aktien, Fonds oder ETFs stecken. Verlustrisiken gibt es an der Börse nämlich auch, wenn die Kurse weniger stark schwanken.
Die eiserne Reserve darf gerne Zinsen bringen
ECOreporter empfiehlt, immer drei bis fünf Monatsgehälter auf dem Girokonto oder besser noch auf einem ordentlich verzinsten Tagesgeldkonto liegen zu haben. Dann müssen Sie, wenn der Kühlschrank plötzlich seinen Geist aufgibt oder das Auto wider Erwarten nicht durch den TÜV kommt, keine Ihrer längerfristigen Investments auflösen – vielleicht sogar mit empfindlichen Verlusten.
Aber auch Ihr übriges Vermögen sollte nicht komplett dem Auf und Ab an der Börse ausgesetzt sein (wie Sie aktuell am besten mit Aktien, Fonds und ETFs verfahren, lesen Sie hier). Je nach Alter und Risikoneigung ist es ratsam, 20 bis 80 Prozent des für Investments zur Verfügung stehenden Kapitals sicher anzulegen. Wer in stürmischen Börsenzeiten schlecht schläft, kann die Quote zwischenzeitlich auch erhöhen.
Sicher heißt vor allem: Die Verzinsung steht von vornherein fest, und Sie erhalten Ihr Geld auch dann zurück, wenn das Finanzunternehmen, dem sie es anvertraut haben, pleitegeht. Am besten erfüllt diese Bedingungen Festgeld und Tagesgeld von Banken aus politisch und wirtschaftlich stabilen Ländern, in denen bei einer Bankinsolvenz eine verlässliche Einlagensicherung einspringt.
Hier ist Tages- und Festgeld sicher
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Als weitestgehend sichere europäische Häfen für Ihr Geld schätzt ECOreporter derzeit neben Deutschland die Benelux-Staaten, Frankreich, die skandinavischen Länder, Großbritannien, Irland und die Schweiz ein. In EU-Staaten gilt für Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie für Sparguthaben und Sparbriefe eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde und Bank, in den Nicht-EU-Staaten Großbritannien, Norwegen und Schweiz gibt es ähnlich hohe Sicherungsgrenzen. Wer mehr als 100.000 Euro anlegen will, sollte mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken eröffnen.
Achten Sie zudem darauf, dass die Anlagekonditionen zu Ihnen passen. Schließen Sie keinen Festgeldvertrag über fünf Jahre ab, wenn Sie das Geld möglicherweise schon in drei Jahren wieder brauchen werden. Und schauen Sie genau hin, wie lange gute Tagesgeldzinsen garantiert sind. Oft gelten sie nur für kurze Zeit und sinken danach deutlich. Falls Sie dann weiter attraktive Zinsen bekommen möchten, müssen Sie sich nach einem neuen Angebot umsehen.
Gute Zinsen bei grünen Banken

Zahlreiche nachhaltige Tages- und Festgeldangebote bringen ordentliche Zinsen. / Foto: Pixabay
Auch nach den mehrfachen Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Sommer letzten Jahres ist es weiterhin möglich, mit Tages- und Festgeld die Inflation in etwa auszugleichen. Insbesondere Neukundenangebote für Tagesgeld und Festgeldkonten mit Laufzeiten zwischen drei Monaten und fünf Jahren bieten derzeit häufig Zinsen oberhalb von 2 Prozent. Rendite sollte hier allerdings nicht vor Sicherheit gehen – also lieber 2 Prozent Zinsen bei einer krisenfesten Bank aus Westeuropa als 3 Prozent bei einem Anbieter aus einem Land, das mit einem Bein im Staatsbankrott steht. Behalten Sie immer im Hinterkopf: Es geht hier um den Sicherheitsbaustein für Ihr Depot. Risiken können Sie besser bei Aktien eingehen, denn da winken im Erfolgsfall deutlich höhere Renditen.
Besonders erfreulich: Mit Tages- und Festgeld lässt sich viel nachhaltige Wirkung erzeugen, wenn Sie Ihr Geld einer grünen Bank anvertrauen. Die kann nämlich mit einem Teil davon Kredite für soziale oder ökologische Projekte vergeben. Mehr dazu lesen Sie hier.
Und auch für Ihre Rendite müssen grüne Investments kein Nachteil sein. Einige nachhaltige Banken bieten Tages- und Festgeld zu Konditionen an, die mit den guten Angeboten herkömmlicher Geldhäuser mithalten können.
Eine Alternative: In den Geldmarkt investieren
Sie wollen einen Teil Ihres Geldes so anlegen, dass Sie jederzeit darauf zugreifen können und genügend Zinsen bekommen, um die Inflation in etwa auszugleichen, haben aber keine Lust, alle drei Monate ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen? Dann können täglich handelbare Geldmarktfonds eine Alternative für Sie sein. Dafür brauchen Sie lediglich ein normales Wertpapierdepot, wie Sie es vielleicht schon für Aktienfonds, ETFs oder Einzelaktien haben.
Geldmarktfonds investieren in kurzfristige Geldmarktinstrumente, beispielsweise Anleihen mit kurzer Laufzeit, Einlagezertifikate und Termingelder, mit denen sich vor allem Banken und Staaten untereinander Geld leihen. Die Zinsen, die für diese Leihgeschäfte gezahlt werden, bewegen sich in der EU meist leicht unterhalb des Einlagenzinses der EZB. Dieser Zinssatz, zu dem Banken überschüssiges Kapital bei der EZB parken können, liegt seit der letzten Leitzinssenkung vor wenigen Tagen bei 2,0 Prozent. Das ist mehr, als viele Tagesgeldangebote bringen.
Ein Nachteil von Geldmarktfonds (und den mittlerweile ebenfalls zahlreich angebotenen Geldmarkt-ETFs): Es gibt sie nicht in richtig nachhaltig. Allerdings finden sich auch in herkömmlichen Geldmarktprodukten oft fast ausschließlich west- und südeuropäische Staatsanleihen, die als überdurchschnittlich nachhaltig gelten – in hellgrünen Aktien-ETFs stecken für gewöhnlich mehr diskussionswürdige Papiere. Schwerer wiegt eher, dass Geldmarktfonds kaum nachhaltige Wirkung erzeugen. Wer bei einer kerngrünen Bank Tages- oder Festgeld anlegt, kann damit deutlich mehr bewirken. Dafür sind aber die Renditen bei Geldmarktprodukten höher.
Alles Wissenswerte zu Geldmarktfonds und Geldmarkt-ETFs lesen Sie hier.